Ein Psychopath bricht aus der Anstalt aus, ermordet dabei seinen Psychiater und macht sich schnurstracks auf den Weg zu seiner Ex-Freundin, zu der anscheinend ein extrem obsessives und ungesundes Verhältnis aufgebaut hat. In der Wohnung angekommen tötet er erstmal die Freundin und Ex-Mitbewohnerin seiner Angebeteten, von der er vorher erfahren hat, dass sie nicht mehr dort wohnt. Jedoch findet er ihren Wohnort heraus und sucht ihn natürlich auf. Seine Ex-Freundin ist jedoch gerade dabei mit einem Komilitonen intim zu werden, und während sie duscht, bricht der Psycho ein, und tötet ihren Freund. Er knebelt das junge Mädchen und foltert sie psychisch und physisch aufs extremste!
Dies ist ein wirklich gelungener und unterhaltsamer Splatter Kurzfilm aus Spanien, welcher sich im Amateurbereich ansiedeln lässt. Dennoch ist er handwerklich solide, und man merkt ihm das geringe Budget (falls es überhaupt ein richtiges Budget gegeben hat) in keinster Weise an, da hier, wie so oft, zwar an Geld gespart wurde, aber dafür anscheinend mit viel Liebe und Herzblut gearbeitet wurde, eine Tatsache, der man echt nur Respekt zollen kann.
Der Film ist sehr kurz (45 Minuten) und somit wird es auch nie langweilig, da es hier wirklich Schlag auf Schlag geht. Die Handlung ist natürlich alles andere als neu und dürfte niemanden vom Hocker hauen, dafür bleibt das Geschehen wie gesagt spannend und unterhaltsam, Längen gibt es eigentlich keine. Der größte Pluspunkt des Filmes (abgesehen vom Splatter; zu dem ich gleich kommen werde) ist seine sehr ernste und kranke Grundstimmung, die im Gegensatz zu vielen anderen Amateurfilmen absolut authentisch wirkt, und somit den Härtepegel dieses schönen, kleinen Filmes sehr in die Höhe treibt. Die Szenen, in der die Frau gedemütigt und gequält wird wirken wirklich sehr sick und verstörend, die Dialoge sind zwar irgendwie abgedroschen und klischeebeladen, was sie aber nicht davon abhält ihren Zweck zu erfüllen, welcher darin besteht, zum Grundton des Streifens beizutragen. Was ich auch sehr interessant fand war, dass man nie das Gesicht des Täters sieht, dies lässt ihn zu einer Art "gesichtslosem Feind" werden, was die Figur noch psychotischer wirken lässt, als sie ohne hin schon ist (hätte man ihn gesehen, würde es nicht mehr so abgefuckt wirken).
Jetzt mal zu dem, was am meisten interessiert, nämlich dem Splatter. Hier gibt es so einiges zu bewundern, obwohl ein Overkill àla Burrp! natürlich nicht zu verzeichnen ist, dies hätte aber auch nicht zum Film gepasst. Es gibt einige Sachen, die mir wirklich gefallen haben, zum Beispiel das Abschneiden der Finger der Freundin (zwar nichts neues, aber dennoch überzeugen), die Entweidung des toten Liebhabers in der Badewanne, und das anschließende Bewerfen der gefesselten Frau mit den Organen (eine sehr interessante und vor allem kranke Idee, wie ich finde!), das Abschneiden der Brustwarze (passiert zwar im Off, dennoch sehr überzeugend), das Ableben des Liebhabers, welches darin besteht, dass er ein Küchenmesser in den Hinterkopf gejagt bekommt, welches durch seinen Schädel und Mund dringt und seine Zunge abschneidet (sehr witzige und coole Szene) und das Abschneiden eines Penisses (ähnlcih wie die Brust-Szene nicht sehr deutlich gezeigt, dennoch sehr hart). Psychisch zehrt das Gezeigte natürlich auch, denn die Frau wird geknebelt, vergewaltigt (keine Hardcore-Einstellungen oder Ähnliches), beleidigt mit dem Messer geritzt und vieles mehr. Der Film erinnert ein wenig an die erste Episode von Ittenbachs genialem "Burning Moon", obwohl der natürlich besser und spektakulärer ist, oder an "Ostermontag", wobei der um einiges schlechter ist.
Fazit: Stimmiger und cooler Amateur Film, der hält was er verspricht, und den Fans das zeigt, was sie sehen wollen. Keine Schnörkel, keine Kompromisse, und vor allem athmosphärisch trumpft dieses Werk echt auf. Nur schade, dass Blasco's Belcebu totaler Rotz ist, der Mann hat anscheinend genug Potential! Würde ich Splatter- und Amateurfans ans Herz legen, die Shock DVD ist uncut, bietet noch einen Kurzfilm und ist die weltweit einzige DVD dieses unterschätzten Filmes. Sehr schön!