Review

Inhalt:
Irgendwo in einer Kleinstadt in den unendlichen Weiten Amerikas:
Johnny (Josh Coffman) ist nicht wirklich ein einfaches Kind:
Er redet nicht, neigt dazu Tiere zu quälen u. a. seine Schildkröte, verfügt aber über eine außergwöhnliche Intelligenz.

Seine Mutter (Rayette Potts) tut aber nicht viel um am Verhalten ihres Sohnes etwas zu ändern, z. B. ihn zu einem Therapeuten zu schicken.

Stattdessen beleidigt sie ihn, streut Asche ihrer Zigarette in sein Essen und gibt ihm deutlich  zu verstehen das er, genauso wie sein Vater, ein Freak und klarer Fall für eine Irrenanstalt ist.

Der einzige Lichtblick in Johns Leben ist Gretchen (Keri Bechthold), seine einzige Freundin, mit der er regelmäßig spielt.

So auch an diesem Tag, doch die angenehme Zeit wird von einer Gruppe von Johnnys Mitschülern gestört.

Diese fangen (natürlich) sofort an auf dem schweigsamen Außenseiter herunzuhacken, als Feigling zu beschimpfen und zu einer Mutprobe zu drängen.

Diese besteht darin auf dem Rand eines alten Brunnens außerhalb der Stadt eine Runde zu drehen.

Johnny tut dies auch was sein Ansehen bei seinen Mobbern nicht wirklich steigert.

Stattdessen gibt ihm eine der Rotzgören einen Stoß was dazu führt das Johnny unangenehme Bekanntschaft mit den Boden des sehr tiefen und ausgetrockneten Brunnens macht... .

10 Jahre später, Staatliche Nervenheilanstalt Oakhurst:
Johnny ist Insasse jener Einrichtung und schon seit Jahren komplett katatonisch.

Zwar hat er damals den Sturz überlebt sich dabei aber eine schwerwiegende Kopfverletzung zugezogen was zu einer ziemlichen Verschlechterung seines Geisteszustandes führte.

Johnny ist aber nicht deswegen Dauergast in der Lach - und Schreiakademie sondern weil er seine Mutter ermordet und Teile von ihr gegessen hat.

Diese Nacht ist es wieder Zeit für seine Medikation (verabreicht per Spritze) doch der zuständige Arzt muss zu einem anderen Insassen und lässt die junge, nervöse Krankenschwester Jackie (Jackie Shaw) alleine mit dem gefährlichen Geiseskranken (der natürlich einfach so,ohne Gurte oder Zwangsjacke gesichert, in seinem Bett liegt).

Dummerweise für die Krankenschwester entscheidet sich Johnny in diesem Moment dafür aus seiner Katatonie zu erwachen, ihr die Spritze in den Kopf zu rammen und sich auf dem Weg gen Heimatstadt zu machen.

Zwar entdeckt ein Wärter Johnnys Flucht und löst den Alarm aus, doch dies hält ihn nicht wirklich auf (ebensowenig der elektrisch geladene Anstaltszaun).

Die Polizei in Form von Sheriff Chism (G. Michael Smith) übernimmt den Fall und kontaktiert Professor Jim Paxton (Jerry Brewer), Johnnys behandelnden Arzt, um diesen möglichst schnell zu stoppen.

Mittlerweile verabschieden sich Gretchens (Loretta Leigh Bowmann) Eltern in den Urlaub was ihre Tochter dazu nutzt eine gemütliche, kleine Privatparty mit ihren Freunden vorzubereiten.

Ebenjene Freunde sind auch diejenigen, die Johnny damals so arg zugesetzt haben.

Weswegen er nun beginnt seine Peiniger von damals aufzusuchen um blutige Rache zu nehmen... .


Meinung:
Offerings wurde nie in Deutschland veröffentlicht sondern nur in den USA  bzw. UK.

Man könnte es sich einfach machen und den Film als billige Kopie von Carpenters Halloween abzustempeln doch so einfach ist dies nicht.

Natürlich es gibt die typischen Elemente wie in Halloween (plus 80-er Jahre Synthiescore) doch während Michael Myers bei Carpenter nicht geisteskrank, sondern die Verkörperung des absoluten Bösen in menschlicher Gestalt ist, befindet sich Johnny auf einem Rachefeldzug gegen jene, die für seinen Zustand verantwortlich sind.

Natürlich, wie bei anderen Slasherfilmen, fallen ihm auch Unschuldige zum Opfer aber im Gegensatz zu anderen Antagonisten in Slasherfilmen will er Gretchen, dem Final Girl, nichts Böses.

Stattdessen hinterlässt er ihr als Zeichen seiner verdrehten Zuneigung "Geschenke", Körperteile seiner Opfer, so z. B. eine Nase, eingepackt in die Morgenzeitung (deswegen auch der Titel des Filmes).

Und wenn Johnny zum Ende hin endlich spricht verleiht dies seinem Charakter dann auch schon etwas Tragisches.

Weiterhin ist Jim Paxton kein zweiter Dr. Loomis:
Statt mit einer Waffe durch die Stadt zu streifen um Johnny voll Blei zu pumpen will er diesem tatsächlich helfen, was er in seiner finalen Konfrontation mit seinem Patienten betont (was nicht viel bringt und für Paxton brutal endet).

Die finale Konfrontation zwischen Johnny, Gretchen und dem Sheriff ist dann auch, im Gegensatz zu den unzähligen "der Killer ist nicht wirklich tot Momenten" in anderen Filmen, durchaus erfrischend anders inszeniert.

In Bezug auf Gewalt und Gore hält sich Offerings, im Vergleich zu den Saw Filmen oder Hostel 1 - 3, zurück.

Dazu gibt es immer wieder Momente (schwarzen) Humors (z. B. als Johnny eine passende Waffe such um sein zweites Opfer zur Strecke zu bringen, die nächtliche Pizzalieferung mit Fleischbelag, der Friedhofsgärtner oder der etwas schräge Deputy der Gretchen und ihre Freundin beschützen soll).

Regisseur Christopher Reynolds drehte vor Offerings einen weiteren Slasherfilm, A Day of Judgement (1981).

1991 folgte dann noch der Thriller Killer Cops, der hierzulande dann auf Video erschien.

Fazit:

Fans von 80-er Jahre (Slasher)Filmen können hier nicht viel verkehrt machen.

Kein Klassiker des Genres aber ein durchaus gut inszenierter Horrorfilm für zwischendurch.


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