Review

"The Last House on the Left"...

Ich muß an dieser Stelle sagen, daß ich zu denen gehöre, die über das Original bis heute sagen: "Das hätte besser sein können!" Als ich das Original vor gut zwei Jahren zum ersten Mal gesehen habe, war ich hin und her gerissen. Einerseits ist dieser Film aus meiner Sicht diletantisch gemacht, andererseits enthält er einige der schrecklichsten Szenen, die jemals auf Celluloid gebracht wurden. Meine Meinung war deshalb, daß dieser Film wohl am meisten ein Remake verdient hat.

2009 war es nun soweit, und was soll man sagen? Alles richtig gemacht!!! Die Story des Films ist relativ eng an das Original von Wes Craven angelehnt: Eine Gruppe von Ausbrechern entführen, vergewaltigen und ermorden zwei Teenager (wobei im Remake ja nur eine stirbt, aber egal) und bitten hinterher ausgerechnet bei den Eltern des einen Mädchens um Unterkunft. Diese kommen hinter das Geheimnis und nehmen blutige Rache.

Soweit nicht allzuviel Neues. Aber um etwas Neues geht es in diesem Film ja auch gar nicht. Der Film versucht ganz einfach, die Schwächen des Originals auszugleichen und das gelingt auch hervorragend, weil hier zu einer ohnehin sehr spannenden Story noch eine handwerklich gute Umsetzung hinzukommt. Die Schauspieler, die Gore-Effekte und die Glaubwürdigkeit der Handlung sind erheblich besser, als im Original - was auf ein deutlich höheres Budget und ein professionelleres Drehbuch zurückzuführen sein dürfte.

Die Gewalt im Remake ist deutlich heftiger, als im Original, weshalb der Zuschauer schon einiges vertragen können sollte.

Der gesamte Schrecken des Films wird allerdings nicht allein durch Gewalt erzeugt, sondern auch dadurch, daß der einmal zu Beginn entfachte Schrecken nicht mehr durch irgendeine deplazierte Ironie gebrochen wird, sondern im Gegenteil: durch die guten schauspielerischen Leistungen wird der Schrecken mit fortschreiten des Films sogar immer weiter verstärkt. Man bekommt den Eindruck: das Alles passiert wirklich und es könnte auch mir selbst oder den Personen in meinem Umfeld passieren. Hierdurch wird ein Gruseleffekt erzeugt, der heutzutage selten geworden ist, im Horror-/Thriller-Genre.

Fazit: Insgesamt ein Film, der uneingeschränkt zu empfehlen ist - jedenfalls für Fans des Horror-/Thriller-Genres. Alle anderen müssen selbst entscheiden, ob sie sich das zumuten können.
Deshalb 10/10.

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