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Die australische Grusel-Mockumentary ist zwar handwerklich astrein umgesetzt und skizziert den Schmerz und das Nicht-loslassen-wollen der trauernden Familie, die auch durchweg echt wirkt, auf glaubwürdige Weise, sie ist aber auch sterbenslangweilig und total monoton. Im Nachhinein denkt man sich: Da ist eigentlich nicht viel passiert. Der Spuk ist unspektakulär: Das tote Mädchen taucht halt als schemenhafte Gestalt auf ein paar Fotos und Videoaufnahmen auf, na toll. Die Geheimnisse rund um die ertrunkene Teenagerin, die nach und nach gelüftet werden, sind kaum der Rede wert und durch den Storyschlenker mit dem Bruder verliert die Pseudodoku noch zusätzlich an Wumms. Das ist wieder so ein Machwerk für jene Fraktion, für die der Horror gar nicht subtil genug sein kann. Ich fand es nur einschläfernd.