Review

Horrorfilme müssen keine ausgefeilte Story bieten, um wirklich am Nervenkostüm des Zuschauers zu zerren. The Children beweist vorrangig folgende Fakten: klein, fein und unkompliziert. Suspense ist ein weiterer Wegbegleiter dieser Produktion. Die geringe Laufzeit von circa 80 Minuten kommt hier der Unterhaltungsgarantie entgegen. Eine längere Spieldauer hätte die komplette Geschichte nur unnötig gestreckt und womöglich Längen kreiert. Das Grundgefühl, das man von Anfang an beim Betrachten dieses Horrorwerkes hat, ist ein eisiger Schauer, der einem langsam den Rücken hochkriecht. Dies liegt nur zum Teil an der Winterlandschaft der Filmsets. Dieses permanent schleichende Gefühl entspringt eher den Geschehnissen, die zunächst leise und subtil, dann konkret und brachial werden. So muss guter Horror aussehen!
Schon Stephen King suggeriert uns seit Jahrzehnten mit Inbrunst, dass das Grauen im Alltäglichen liegt.

Eine Bitte zuletzt: es wäre fatal hier eine Splatter- und Gore-Schlachtplatte zu erwarten. Es geht zwar hin und wieder heftig zu, doch sind die Gewaltakte nichts gegen dieses entsetzliche Thrilling-Gefühl, das in der Magengrube des Zuschauers rumort. 8 Punkte

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