Michael Cooney lässt den killenden Schneemann tatsächlich ein zweites Mal auf das Publikum los, um zu demonstrieren wie Trash gemacht wird.
Noch comichafter und noch dämlicher als Teil eins inszeniert er die lachhafte Story eines Karibikslashers mit einem scheinbar unkaputtbaren Jack Frost und seinen pac-man-artigen Nachkommen.
Sheriff Sam Tiler( Christopher Allport) hatte Jack Frost mit Hilfe von Frostschutzmitteln erlegt und leidet seither unter einem Trauma. Um sich und seiner Frau Ablenkung zu verschaffen, gibt es Urlaub auf einer Karibikinsel, doch auch hier taucht der Killer im Schneemannkostüm wieder auf und mordet sich munter durch die Feriengäste.
Hier werden Klischeefiguren zum astreinen Stilmittel umfunktioniert, um möglichst viel albernern Humor zu präsentieren. Auf der Ferieninsel treffen natürlich zeitgleich ein paar Models ein, die darauf warten, von ihrem tuntigen Fotografen abgelichtet zu werden. Sie dienen somit zum erstklassigen Gefrierbrand eines Killerschneemanns, den man in der ersten Hälfte als solchen gar nicht sehen kann. Man hört nur eine Stimme im Off, die zuweilen an einen Kerl inmitten einer Pornoproduktion erinnert.
Die Crew auf der Insel ist ebenfalls eine einzige Comicbande: Ein drahtiger Colonel, den ein Mord überhaupt nicht berührt, ein Animateur, der seinen Job viel zu ernst nimmt und der Ex-Cop mit Augenklappe, der mit Jack Frost noch offene Rechnungen zu begleichen hat.
Aber Jack Frost ist eben unkaputtbar und so darf er zunächst seinem sadistischen Trieb Ausdruck verleihen, indem er als Amboss eine Trulla plattmacht, mit einer Grillzange Augäpfel ergreift und später mit stark geworfenen Schneebällen und Eiszapfen weiteres Unheil anrichtet.
Doch ja, es wird schon ordentlich gesplattert, auch wenn sich die Effekte dem preisgünstigen Niveau der Produktion anschließen.
Das Kostüm des Killers ist natürlich ein einziger Lacher zum Dauerabwinken: Bewusst billig und bewusst unbeholfen, das macht aus Unvermögen eine Stärke.
Allerdings findet sich auch hier eine Steigerung, denn Jack Frost kann nach Belieben kleine Nachkommen in Form von Schneebällen mit Augen erzeugen.
Das wirkt dann doch stark wie ein weiterer Gremlins-Abklatsch und die Stimmchen der kleinen Monster unterstreichen dies sehr deutlich.
Man halte sich vor Augen: Eine Karibikinsel, komplett verschneit und in dieser Kulisse wehren sich Feriengäste gegen bösartige Schneebälle!
Wer bei diesem Treiben auf seine Kosten kommen will, muss schon einen recht speziellen Humor mitbringen, denn zuweilen nerven doch einige Leute mit Dauergekreische und schrillem Gehabe.
Auf der anderen Seite kann man die üblichen Zutaten eines Slashers verbuchen, der mit nackter(oder knapp bedeckter) Haut und gut gestreuten Gewalttaten zwar kaum Spannung erzeugt aber durch anarchische Szenen unterhält.
Sowas kann ich mir nicht allzu häufig geben, aber in entsprechender Stimmung und weiteren Leutchen in Bierlaune, ein unterhaltsames Partyfilmchen.
Vogelige Figuren in teilweise zusammenhangloser Handlung mit Nullpunkt IQ, - manchmal macht´s Spaß…
6 von 10 Punkten