Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 15.09.2013*

Sarah Michelle Gellar, von der ich sonst nicht allzu viel halte, liefert hier die beste Leistung ab, die ich jemals von ihr gesehen habe; die Mischung aus Melancholie und Passivität bringt sie hervorragend rüber und sorgt damit für ein stabiles Zentrum, das im Film für eine philosophische Betrachtung der Todessehnsucht genutzt wird. Ohne die Möglichkeiten moderner Medizin würde die Handlung von „Veronika beschließt zu sterben“ nicht stattfinden können, und so ist es auch eine kontroverse Diskussionen der Optionen und des moralischen Dilemmas, das in dem Komplex des Selbstmordgedankens, der unabwendbaren Sterblichkeit und dem sozialen und psychologischen Umgang (in Verbindung mit der Einrichtung, in die Veronika nach ihrem Selbstmordversuch eingeliefert wird) aufgeht. Das Filmende allerdings führt viele Diskurse, die das Drehbuch mühsam aufbereitet, völlig ad absurdum. Ob die Wendung der Ereignisse dem Zuschauer gefällt, muss er wohl für sich entscheiden. Mir persönlich fehlt hier ein wenig die Poesie, die zuvor heraufbeschworen wurde.

*weitere Informationen: siehe Profil

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