Review

Tja, was ist „Naked Blood“?
Eine Parabel darüber das man Schmerz nicht wegdoktern kann? Das der versuch nur ins totale Unglück führt? Das Schmerz einfach überlebenswichtig für uns ist. Als Alarmsignal unseres Körpers?
Oder vielleicht einfach nur totale Grütze zum zeigen ein paar echt schockierender Szenen?
Tja, da werden sich wohl die Geister dran scheiden.
Die Geschichte ist auf jeden Fall mal ziemlicher Schwachsinn. Ein Junge erfindet daheim in seinem Zimmer mit nicht viel mehr als einem Chemiebaukasten (eine Laboreinrichtung sieht anders aus) eine Wunderdroge und schüttet die zum testen mal einfach so mit irgend einem anderen Medikament zusammen? Da kann man selbst als medizinischer Laie nur noch den Kopf schütteln. Der weitere Story verlauf steht dann ganz im Zeichen dieser Unglaubwürdigkeiten. Die Effekte die das Medikament hat sind schon ziemlich haarsträubend und die Verdacht nach purer Alibihandlung drängt sich mit zunehmend heftiger werdenden Ekelszenen immer weiter auf. Und auch die Handlungsweise von Eiji und seiner Blumenfreundin ist nicht wirklich nachvollziehbar. Über den großen Finalen Plottwist will ich aber mal kein Wort verlieren, denn auch wenn er genauso dümmlich daherkommt wie alles davor, so ist er doch zumindest recht überraschend und shocking.
Die Krönung des ganzen ist dann die Geistererscheinung des Vaters.
Dabei hat die „jetzt kommts noch mal richtig dicke mystisch-symbolisch“-Schlussphase des Films reich optisch richtig was zu bieten. Ob nun die Dream-Machine-Sex-Sequenz oder die Vater-Mutter-Wiedervereinigung, schon ziemlich strange, und dadurch auch faszinierend, das Ganze. Aber das ein oder andere kleine optische Leckerlie hat der Film auch vorher schon zu bieten. Besonders in den Traumsequenzen. Rausreißen kann das den Film aber nicht. Dazu ist die Geschichte einfach zu verhunzt und so manche Ekelszene viel zu künstlich aufgesetzt.
Zuletzt kommen auch noch die eher weniger beeidruckenden Schauspieler dazu. Besonders Eiji hat die Ausstrahlung eines Holzklotz, was besonders in eher emotionalen Szenen, wie als er seiner Mutter beichtet was er getan hat, total daneben wirkt.
Im Endeffekt bleibt von dem Film nicht außer die heftigen Goreszenen und ein paar visuell ansprechende Sequenzen. Um daraus einen guten Film zu machen reicht das aber nicht aus.

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