"Toy Boy" ist ein Film für Cineasten und Ashton Kutcher Fans, alle anderen werden wohl herb enttäuscht sein, denn obwohl Kutcher die Rolle des jugendlichen Lovers beeindruckend ausfüllt und zeigt, dass er im Gegensatz zu dem über die Jahre zelebrierten Body-Acting aus "Die wilden Siebziger" auch die dezente Mimik beherrscht und auch die Kameraarbeit von Steven Poster wirklich exzellent ist, plätschert der Film über weite Strecken einfach nur dahin. Die einzige "Action" besteht aus den wenigen Sexszenen, sonst ist der Film sehr dialoglastig, aber leider absolut ohne Humor- oder Thrillerelemente und entpuppt sich als Charakterstudie mit leichtem Hang zur Tragödie. Man erfährt leider zu wenig über Nikkis(Kutcher) Vorgeschichte und wie er eingentlich in jene Lebenssituation kam, in der er nun feststeckt. Ein kurzes Telefonat mit seiner Mutter lässt zwar Spekulationen aufkommen, bietet aber keine Antworten. Ein wenig erinnert der Film an den Klassiker "Ein Mann für gewisse Stunden", dem er aber bei weitem nicht das Wasser reichen kann. Fazit: Nicht schlecht, aber leider auch kein Highlight!