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Bruce Willis spielt einen internationalen Top-Terroristen, der Schakal genannt wird. Nun soll er im Auftrag der russischen Mafia einen prominenten Repräsentanten Amerikas erschießen. Das FBI holt in seiner Ratlosigkeit den inhaftierten Terroristen Richard Gere mit ins Boot, der den, am laufenden Band seine Identitäten wechselnden Schakal schnappen soll. Was sie nicht wissen ist, dass dieser noch eine Rechnung mit dem Schakal zu begleichen hat.

Die Story ist ordentlich. Im Vergleich zum Original, dass wesentlich mehr aus der Roman-Vorlage herausholen konnte, ist die Story sicherlich schwächer und flacher, aber schlecht ist sie nicht. Die Charaktere sind solide konstruiert und zumindest bei der Konstruktion von Geres Charakter gibt man sich Mühe emotionale Tiefe zu schaffen. Es gibt viele Wendungen, die teilweise überraschen und die Spannung steigern können, die aber auch teilweise vorherzusehen sind und den Film ausbremsen. Vor allem zum Ende hin können die Wendungen die Spannung steigern. Leider wird der eigentliche politische Konflikt kaum behandelt. Für einen Action-Thriller ist die Story solide.

Der Film läuft erst einmal ein wenig langsam an, da es eine Zeit lang dauert, bis der Schakal seinen Auftrag erhält. Doch dann kann sich der Film kontinuierlich steigern, da der Schakal seinem Ziel immer näher kommt. Wenn Richard Gere schließlich involviert wird, kann der Film schnell an Fahrt gewinnen und Spannung aufbauen. Zum Ende hin spitzt sich die Lage mehr und mehr zu, wodurch der Film immer unterhaltsamer und spannender wird. Das Finale ist furios und bietet atemlose Hochspannung.

Die Umsetzung gelingt Regisseur Michael Caton-Jones ordentlich. Die Filmmusik wählt er hervorragend, sie ist schnell und kann die Spannung immer weiter steigern. Die Kulisse ist ebenfalls gut gewählt. Vor allem bei den verschiedenen Masken und Kostümen des Schakals gibt er sich viel Mühe und geht mit Liebe zum Detail ans Werk. Vor allem beim Erzähltempo holt er wirklich alles aus dem Film heraus. "Der Schakal" ist schnell geschnitten und kann durch dieses schnelle Erzähltempo bestens unterhalten. Die Action-Sequenzen können die Spannung steigern und sind gut dosiert. Schade, dass sich dieser relativ talentierte Regisseur mit "Basic Instinkt 2" schließlich die Karriere verbaute.

Bruce Willis spielt die Rolle des skrupellosen Schakals hervorragend. Nach "Stirb langsam" und "Das 5. Element" war er es vermutlich leid, immer den Helden spielen zu müssen und wählt diesmal die Rolle des Bösewichts. Er löst diese jedoch überraschend gut und ist als Schakal eiskalt und glaubwürdig. Frauenversteher Richard Gere kann man die Rolle des ehemaligen Terroristen, der den Schakal jagt kaum abnehmen. Nachdem er in "Pretty Woman" und anderen Kitsch-Filmen die Rolle des netten, schmalzigen Mannes spielte nimmt man ihm diese Rolle einfach nicht ab. Darüber hinaus kommt er mit der Rolle des harten Mannes kaum zurecht und leistet sich einige Fehler. In weiteren Nebenrollen des soliden Casts sind unter anderem Jack Black und J.K. Simmons zu sehen.

Fazit:
Der Schakal ist ein überaus unterhaltsamer Action-Thriller, auch wenn die Story nicht ganz an das Original herankommt. Durch gute Action-Szenen, ein schnelles Erzähltempo und einige gute Wendungen kann der Film zum Ende hin zunehmend Spannung aufbauen und sorgt auf jeden Fall für einen guten Kinoabend. Der Film ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Das einzige größere Ärgernis bleibt die grausame Fehlbesetzung von Richard Gere.

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