Review

Eine Gruppe Jugendlicher fährt zum Relaxen raus aufs Land und bekommt es mit einem bösen Meuchelmörder zu tun…

Wahrlich nicht die einfallsreichste Story, die uns GNAW, die neuste Gore-Hoffnung aus GB, da hinschlonzt. Denkt man an namhaftes fantastisches Kino, das in den letzten Jahren von der Insel gekommen ist, fallen einem Titel wie „Shaun Of The Dead“, „Severance“ oder „28 Days/Weeks Later“ ein. GNAW ist im Vergleich zu diesen Titeln vor allem eines: billiger und schlechter.
Beginnt der Streifen bereits recht altbacken mit einer Statistik darüber, wie viele Menschen was-weiß-ich-wo pro Jahr verschwinden und nie wieder auftauchen, geht es gleich nahtlos mit den gewohnt unterbelichteten Halbwüchsigen weiter, wie diese das ländliche Anwesen erreichen, dann: Oh Wunder, kein Netz!, dann die üblichen Zickereien und die eine Tussi ist schwanger von dem Freund von der anderen und so’n Dreck… naja, jedenfalls sterben dann nach einer Weile nahezu alle einen erzwungenen, mehr oder weniger sehenswerten Tod. Und aus.
Doch GNAW wirbt doch damit, irgendetwas mit Kannibalismus am Hut zu haben. Diesen Eindruck vermittelt jedenfalls das überaus schicke DVD-Cover. Und in der Tat: Der Streifen entpuppt sich als kleines Möchtegern-Geschwisterchen des „Texanischen Kettensägenmassakers“ mit Menschen an Fleischerhaken, kopfüber hängend und ausblutend und lecker Happa Happa anschließend, was, hätte es einem das Cover nicht bereits gepetzt, auch tatsächlich und unter Umständen als überraschende Wende hätte durchgehen können.
So jedoch bleiben nur ein paar Kills, die zwar wirklich als markerschütternd hart wahrgenommen werden können, aber einen gestandenen Holzfäller, wie es ein jeder tüchtige Horror- und Splatterfan ist, nicht aus den Latschen kippen lassen. Die Highlights: ein Tritt in die Bärenfalle, eine herausgerissene Zunge und ein Bein im Fleischwolf.
Das coolste an GNAW ist fast der Killer, der mit Mistgabel, Kettensäge und einer toten Katze als Maske (kein Witz!) zu Potte geht.

Splatter: (+)(+)(-)(-)(-)
Spannung: (+)(-)(-)(-)(-)
Spaß: (+)(-)(-)(-)(-)

„Man sagt, es schmeckt wie Huhn.“

Fazit:
Würde sich gewiss gern neben Größen wie „TCM“, „Hostel“, „Frontier(s)“ oder „Severance“ sehen und ist auch so etwas wie Letztgenannter, nur schlechter und mit Menschen fressenden Hinterwäldlern.
Bestechen tut GNAW aber eher durch Langeweile als mit packendem Thrill und eher mit Einfallslosigkeit als mit Köpfen.
Zwar nicht sonderlich überzeugend, das Wiener Schnitzel liegt danach trotzdem etwas schwerer im Magen als sonst.

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