Ein Wochenendausflug in ein abgelegenes Landhaus und viel Spaß im Gepäck - Das war der Plan der sieben jungen Leute. Doch mit Einbruch der Dunkelheit lauert der blanke Terror auf sie. Eine Meute kannibalistischer Psychophaten wartet nämlich sehnsüchtig auf frisches Fleisch und beginnt ein grausames, blutiges Spiel, dass zu einem Kampf auf Leben und Tod wird. Eine höllische, gewalttätige Nacht nimmt ihren Lauf, bei der nur wenige Glückliche das Morgengrauen erblicken werden.
Schon die Inhaltsangabe lässt vermuten, das man hier nicht unbedingt Neues geboten bekommt. Warum dieser Film allerdings teilweise mehr als schlechte Kritiken bekommt, kann ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen. "GNAW" sprüht sicher nicht vor Innovation, vielmehr wurde eine allseits beliebte Thematik hergenommen, die in den letzten Jahren anscheinend immer sehr gut funktioniert hat. Ein paar sorglose Jugendliche in einem abgelegenen Haus, die nach und nach Kannibalen zum Opfer fallen und sich in ihrer unlogischen verhaltensweise gegenseitig übertreffen.
Hört sich ziemlich banal und sehr bekannt an und das ist es ja auch. Und auch wenn die Umsetzung sicherlich nicht genial ist, so bekommt man hier doch einen durchaus soliden Genre-Vertreter präsentiert, der auf jeden Fall recht kurzweilig zu unterhalten weiss. Man bekommt einige ganz nette Splatter / Gore Szenen geboten, die sich allerdings in einem überschaubaren Rahmen halten. Wer hier also ein richtiggehendes Schlachtfest erwarten sollte, der wird dieses nicht erleben.
In den ersten 30 Minuten beschäftigt sich der Film hauptsächlich mit den Charakteren der Jugendlichen, ohne diese dabei aber irgendwie tiefer zu beleuchten. Die Jungs und Mädels haben sowieso nur eine Sache im Kopf und das ist der gegenseitige Austausch von Körperflüssigkeiten. Nach dieser sogenannten "Einführungsphase" nimmt "GNAW" dann etwas an Fahrt auf, ohne jedoch besondere Highlights zu setzen. Einer nach dem anderen fällt wird Opfer eines Schlächters, der mit wachsender Begeisterung seiner "Arbeit" nachgeht und anscheinend auch stumm ist, denn während der gesamten Laufzeit des Films spricht der gute Mann nicht ein einziges Wort.
Auch wenn man hier keine Neuerungen zu sehen bekommt, so kann man diesem Film eines nicht absprechen und das ist ein recht gut gelungener Spannungsbogen und eine schön bedrohliche Grundstimmung, die sich eigentlich durch den ganzen Film zieht. Darstellerisch bekommt man hier die handelsüblichen Leistungen geboten, also nicht gerade herausragend, aber auf jeden Fall solide.
Regisseur Gregory Mandry hat hier mit seinem Regie-Debut ganz sicher keinen Meilenstein geschaffen, aber einen guten und interessanten Genre-Beitrag, den man sich auf jeden Fall einmal ansehen sollte, denn es gibt Filme, die weitaus schlechter sind als dieser und ein weitaus höheres Budget hatten.
6/10