Review

Sechs irgendwie unsympathische Jugendliche machen einen Ausflugstrip zu einem einsamen Haus in Suffolk. Außer rammeln und Blödsinn labern hat die Truppe allerdings nicht viel im Kopf, so daß sich fast zwangsläufig ein böser Killer findet, der die Truppe zu Hackfleisch verarbeiten will (im wörtlichen Sinne).
Ok das das Essen auf der britischen Insel nicht gerade den Gipfel der kulinarischen Welt repräsentiert ist altbekannt, aber deswegen gleich zum Kannibalen werden? Zumindest solls lt. dem Film ja nach Hühnchen schmecken, bon apetit.
Gnaw ist ein solider Horrorfilm im Stile von Hostel oder Wolfs Creek, bietet allerdings keine eigenen neuen Ideen, alle Komponenten wurden bereits gezeigt vom Twistende bis zu den Folterungen und der Tatsache das mal wieder ein Gothic Chic final Girl spielen darf. Der Bösewicht mit seiner seltsamen Kappe sieht aus wie einer Leprakolonie entfleucht und scheint in manchen Szenen zumindest denselben HNO Arzt wie Darth Vader zu haben, jedenfalls keucht er so. Auch das verwendete Filmblut sieht eher wie ein nach Erdbeere schmeckender Brotaufstrich aus. Die Schauspieler dafür leisten eine standarübliche Arbeit, es fällt keiner negativ auf, aber zwei Tage später hat man die Gesichter schon wieder vergessen.
Ansonsten ist Gnaw grundsolide und spannende Unterhaltung, ich hab mich allerdings irgendwie ein wenig gelangweilt, zu vorhersehbar ist der Ablauf, aber jeder der noch nicht so Torture Horror massengeschädigt ist kann ruhig mal einen Blick riskieren
4/10

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