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Skeeter Bronson (A. Sandler) arbeitet als Hausmeister in "ehemaligen" Hotel seines Vaters. Obwohl er sich zu großem berufen fühlt ist er doch die Lachnummer des Hotels! Neidisch auf den gelackten Manager, verschossen in die blonde Tochter des Hotel-Chefs und gedemütigt durch die fiese Rezeptions-Tussi bleibt ihm bloß de Hoffnung auf bessere Zeiten!Und genau diese brechen für ihn an, als ihn seine Schwester bittet, sich für eine Woche ausgerechnet um ihre zwei kleinen Kinder zu kümmern. Skeeter willigt ein, da er den vermeintlich leichten Job hat und sich bloß abends/nachts um die Kids kümmern muß. Tagsüber soll eine Freundin der Schwester die Betreuung übernehmen.

Nach einem harten und erneut ziemlich frustrierenden Arbeitstag trifft Skeeter also auf die Kids um diese möglichst schnell ins Bett zu verfrachten und Ruhe zu haben. Blöderweise fordern die beiden Gören noch eine Gutenacht-Geschichte ein, die Skeeter auch bereitwillig erzählt. Hat er doch so Gelegenheit seine Tageserlebnisse zu verarbeiten und mittels etwas Phantasie Rache an seinen "Peinigern" zu nehmen. Den Kids gefallen seine Geschichten und sie spinnen diese weiter.

Am nächsten Tag werden die durch die Kinder weitergesponnenen Stories plötzlich irgendwie wahr und Skeeter sieht darin seine große Chance!!

Ist echt schon so lange her, daß Adam Sandler einen guten Film abgeliefert hat? Und um es gleich vorweg zu nehmen, auch "Bedtime Stories" ist nicht der große Kracher!

Sandler, der zuletzt durch den gnadenlos bescheuerten "Zohan" von sich Reden machte hat nun schon seit "50 erste Dates" eine ziemliche erfolgstechnische Flaute am laufen, die den ohnehin nicht sehr komischen Komiker nun in die Arme der Disney Productions trieb. Da Disney für familienkompatible Unterhaltung und finanziellen Erfolg steht sah er hier die Chancen wohl als ganz gut an, nicht wieder einen Schlag auf`s karrieretechnische und natürlich auch finanzielle Fressbrett zu bekommen...
Dabei ist ein in jeder Hinsicht vorhersehbaren Streifen herausgekommen, der zwar ganz nett unterhält, aber nie wirklich witzig ist oder gar das Terrain der Familienunterhaltung verlässt! Zugegeben tut dies Sandler ganz gut, denn im Vergleich zu "Zohan" wirkt er hier wenigstens nicht so hirnverbrannt entfesselt, aber wirklich gute Momente hat er auch nicht allzu viele.Hier fallen mir eigentlich bloß die Szenen mit dem Typen vorm Ferrari-Store und dem blonden Paris-Hilton-Like Häschen ein. Der Rest ist gerade gut genug um die Altersgruppe der 6-11jährigen zum schmunzeln zu bringen.


Wobei wir auch schon beim Stichwort "Familien-taugliche Unterhaltung" wären. Die wird hier wieder einmal in ihrer ganzen klischeehaften Vorhersehbarkeit aufgefahren! Sei es, daß Skeeter am Ende natürlich sein Ziel erreicht hat, die Bösen bestraft sind, sogar die Schule der Kids gerettet wird, Skeeter sein Mädchen kriegt usw. usw.Und all dies geschieht ohne böse F-Worte, Blut, Gewalt ganz im Disney-Stil ohne Rücksicht auf Verluste in den Reihen des erwachsenen und noch nicht ganz gehirntoten Publikums!


Mein Eindruck von "Familien-tauglicher Unterhaltung" ist hier der, daß man einfach mittels irgendwelcher Reize versucht die Kids zu mobilisieren. Die machen dann den Eltern solange die Hölle heiß, bis sie ins Kino dürfen, was sie alleine natürlich nicht können/dürfen. Also muß sich noch zusätzlich ein Erwachsener ein Ticket kaufen, langweilen lassen und dadurch auch noch das Einspielergebnis erhöhen!

Fazit: Wäre ich 12 Jahre alt würde ich "Bedtime Stories" garantiert 10 Punkte geben, leider bin ich eben um einiges älter und habe inzwischen wohl auch zuviel Filme gesehen. Deswegen gibt es mit Mühe und Not auch bloß 6 Punkte für einen perfekt inszenierten Kinderfilm ohne die kleinste Überraschung!

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