Review

WAAAAS ....!?! DIESER GEILE STREIFE AUF EINEM DER UNTERSTEN PLATZE IN DER OFDb!?!?!
..... Das gibt's doch nicht!

Also kurz zur Handlung, damit jeder weiß worum's geht:
Der Loser Hagane will unbedingt ein Yakuza sein. Sein großes Vorbild ist der bei den Triaden angesehene Tosa. Eines Tages werden beide zusammen hinterhältig erschossen, aber ein seltsamer Wissenschaftler haucht Hagane wieder neues Leben ein, indem er seinen und Tosas Körper zu einem zusammenschustert und alle fehlenden Teile durch Metall ersetzt. Fertig ist also der Robo-Yakuza. Und dieser nimmt fortan Rache an seinen Killern.

"Full Metal Yakuza" hat eigentlich alles was ein guter Film so braucht :

- Gewalt: es werden einige Aktionen mit dem Katana (bei denen viel Blut spritzt), einige harte "Baller"-Szenen (bei denen auch viel Blut spritzt) und eine super-harte Zungen-abbeiß-Szene ( ...... ihr könnt's euch wahrscheinlich denken .... hier spritzt auch Blut) gezeigt, was jeden Gorehound wenigstens kurzfristig sättigen dürfte.

- Humor: der Streifen ist so witzig wie kein anderer Miike-Film. "Full Metal Yakuza" ist praktisch als Parodie zu "RoboCop" oder "Frankenstein" zu sehen und zieht darüber hinaus noch sämtliche Yakuza-Klischees ordentlich durch den Kakao. Beispielsweise wird die These aufgestellt, dass alle führenden Yakuzas, also alle mächtigen Männer, große Schwänze haben. Dies wird in zahlreichen Szenen angedeutet, in denen der Protagonist mit einem riesigen, "überpixelten" (also unkenntlich gemachten) Penis durchs Bild läuft.
Der Wissenschaftler lernt dem Robo-Yakuza auch eine Verteidigungstechnik, mit der er Angriffe oder Schüsse mittels seines Körperpanzers abwehren kann. Bei dieser Technik hopst Hagane aber so unglaublich "g'spackig" rum, dass es eine wahre Freude ist.

Also viel Gewalt mit viel Witz ... und teils sogar witzige Gewalt ..... was will man mehr ?

Einige Schwächen muss sich der Streifen dennoch eingestehen:
die Sequenz, in der der Wissenschaftler Hagane zu dem Robo macht und ihn in seine neuen Fähigkeiten einweist, ist eindeutig zu langatmig geraten und langweilt.
Ebenso die Sequenz, in der sich Hagane mit Tosas Ex-Freundin an den Strand zurückzieht, interessiert eigentlich einen Scheiß.
Aber hey ..... selbst der "Terminator" ist doch phasenweise öde, oder?

Außerdem enthält "Full Metal Yak." auch eine sehr derbe Vergewaltigungsszene.
Also ich für mich fand diese zwar nicht "übermäßig pervers", aber jedermanns Sache wird's bestimmt nicht sein und ich konnt mir vorstellen, dass viele "Terminator"-Fans spätestens bei der Szene den Film ausschalten würden, besonders da selbst diese Szene mit einer Priese Humor vermengt wird.

Darüber hinaus sind die Kämpfe recht schlecht inszeniert und die FX gehen von sehr gut (siehe oben genanntes unter "Gewalt") bis hin zu absolut grottig (z.B. eine Arm-ab-Szene und der Kopf den Hagane durchs Fenster kickt), aber all das lässt das Herz jeden Trash-Fans höher schlagen und trägt hauptsächlich zur Belustigung bei. Selbiges gilt für die Schwächen der abstrusen Story.

Fazit also:
"Full Metal Yakuza" ist eine trashige und teils sehr harte Japan-Action-Komödie mit vielen zündenden Gags.
Definitiv zu unrecht auf Platz 8000. Platz 3500 wäre gerecht.

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