Review

Die Verfilmung der wahren Geschichte des "gallischen Braveheart" war überfällig und da ich solche Filme mag, war der Kauf für 4,90 € vom Videotheken-Wühltisch das Experiment wert.

Ich wurde nicht völlig enttäuscht allerdings auch nicht überzeugt, Christopher Lambert geht als Vercingetorix gerade noch so durch, Klaus Maria Brandauer nehme ich dessen Gegenspieler Julius Caesar jedoch nicht ab (der geniale Stratege mit dem unbändig brennenden Ehrgeiz wirkt hier wie ein feister kleiner Beamter der mal wieder ein Päuschen nötig hat).
Am negativsten fiel mir jedoch die Ausstattung auf, die auch für eine Low-Budget Produktion nur unterer Durchschnitt ist und an den Theater-Fundus einer Kleinstadtbühne erinnert.
Offenbar mußte Regisseur Jaques Dorfmann seinen Darstellern zudem schriftlich geben, daß sie sich nicht schmutzig machen müssen, jedenfalls erscheint alles viel zu steril und wird in punkto Authentizität vom Bielefelder Sparrenburgfest übertroffen.

Dagegen läßt die Musik aufhorchen, für die Pierre Chavet sich offenbar von der Gothic-Band "Dead Can Dance" inspirieren ließ, deren Sängerin Lisa Gerrard seit dem Gladiator-Soundtrack auch einem größeren Publikum ein Begriff ist.
Zwar fehlt hier das pompös-heroische von dem solche Filme teils leben aber da die Geschichte von Vercingetorix letztendlich eine tragische ist, doch passend.

Höhepunkt, auch in darstellerischer Hinsicht, ist das Finale dieses fast genau 2stündigen Bretts, welches nicht allzu anspruchsvolle Historien-Fans sicher unterhält jedoch insgesamt nur ein sehr mäßiger Film ist.

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