Voller Vorfreude legte ich mir, nach dem ich den Trailer zu Druids gesehen hatte, die DVD zu. Ich erwartete ein opulentes Feuerwerk an Schauspiel, Natur und Atmosphäre.
Als europäische Großproduktion angekündigt, ist Druids nicht mehr als eine Mischung von Gladiator und Braveheart auf Sparflamme. Alles kommt ein wenig billiger daher. Die Musik klingt wie am heimischen Synthesiser entstanden, die Kostüme und besonders die Haarattrappen sind lieblos und das Schauspiel der Darsteller wirkt gelangweilt. Alles wirkt irgendwie steril und unpassend für die historische Epoche, etwa wenn Vercingetorix mit seiner Geliebten in gepflegten Korbsesseln vor dem offenen Feuer eines gemauerten Kamins sitzt. Oder wenn während der Schlachtszenen Soldaten im Bild sind, die scheinbar ohne Regieanweisung herumschlendern.
Insbesondere schien Klaus Maria Brandauer Probleme mit der Interpretation seiner Rolle von Cäsar zu haben oder wie läßt sich sonst erklären, das Cäsar wie ein österreichischer Möchtegern Adliger wirkt.
Die Story wirkt zudem extrem hackelig und so wird sie auch vorangetrieben. Der Zuschauer wird von Szene zu Szene geworfen kein Moment des Innehaltens, nur Fragen über Fragen. Am Ende sitzt man vor einem Puzzle bei dem Teile fehlen.
Der Stoff um Vercingetorix hätte Genug Material geliefert um einen wirklich spannenden Film zu zaubern, ala Heldenepose wie Braveheart. Doch konnte der Film am Ende doch nicht seinen Ansprüchen genügen.
4/10