8 Medizinstudenten machen einen Wochenend-Tripp in die Berge Norwegens. Kaum an der Hütte angekommen treffen sie auf einen unheimlichen alten Mann der die Gruppe vor dieser Gegend warnt. Das Böse lauert in Gestalt einer SS Armee in den eisigen Bergen. Aber wer nimmt so etwas schon ernst und die 8 lassen den alten Mann unter Gelächter ziehen. Doch schnell wird klar, dass es keine Gruselgeschichte war und ein erster Untoter SS-Zombie steht vor der Tür. Und wo einer ist, da lässt die Armee nicht auf sich warten. Es kommt wie es kommen muss, ein Krieg zwischen Untoten SS Soldaten und 8 Medizinstudenten. Ein Kampf Leben gegen Untot.
Ich bin jetzt sicher keine Koryphäe im norwegischen Horrorfilm, aber nachdem ich Cold Prey für recht gut befunden habe und auch hier die einsame verschneite Landschaft die Szenerie bildet, machen wir doch einfach mal mit. Als Wurzel des Übels verdingen sich hier allerdings die Nazi-Zombies oder Zombie-Nazis, je nach Auslegung, und dezimieren den skandinavischen Ärztenachwuchs erheblich.
Im Vergleich zu den gängigen US-Produkten merkt man aber gleich das die Protagonisten nicht nur als hirntotes, rammelndes Säufer-Kanonenfutter herhalten soll, sondern die Leute fast schon erfrischend natürlich wirken. Vor allem wer hier als Zuschauer errät, wer denn der/die letzte Überlende sein wird, hat sich wirklich die goldene Visionsmedaille am Band, verliehen von König Olaf, verdient.
Wer jetzt allerdings auf eine Granate in Sachen Funsplatter wartet braucht allerdings eine Menge Geduld. Zu Beginn gibt es nämlich leider weder Fun noch Splatter zu bewundern, sondern eher Auszüge aus einem Reiserveranstalter-Werbespot. Die Truppe wandert durch die verschneiten Berge, rutschen auf Reifen die Berge hinab und bewerfen sich mit Schneebällen. Wenig los in Halbzeit eins, lediglich der einsame Wanderer als laufende Exposition des Nazi-Hintergrundes, das mit einem SS-Bajonett Bekanntschaft machen.
Richtig los geht's aber erst später, wenn sich die Untoten aus dem Schnee buddeln und aus der Tagline eins, zwei, die bitteren Ernst machen und den Studenten zeigt, welch hübschen Kontrast Blut im Schnee hinterläßt. Jetzt wird endlich mit Hirn und Gedärm um sich geworfen, 2-Man Bungee Jumping am offenen Darm erfunden, Selbstamputation vollzogen, überdreht aberwitzige Tode erlitten aber auch der Spaß hält Einzug mit ein paar wirklich gelungenen Gags. Man kann hier wirklich von zwei grundverschiedenen Halbzeiten sprechen und somit gleichzeitig von Verbesserungsmöglichkeiten beim Script. Bin aber schon auf den mittlerweile rausgekommenen zweiten Teil gespannt.
6/10