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In einer kalifornischen Kleinstadt vermehrt sich eine, aus Südamerika eingeschleppte Spinnenart. Mehrere Menschen sterben an den tödlichen Bissen der Bestien, doch bis auf den Arzt Jeff Daniels will dies niemand wahr haben.
Die Story ist mittalmäßig. Natürlich hat der Horrorfilm kaum Tiefe und selbstverständlich sind die Charaktere klischeehaft und oberflächlich, aber bei Horror- und Katastrophenfilmen ist dies eigentlich eher nebensächlich. Das Problem ist, dass der Film nach Schema F gestrickt ist und somit jederzeit vorhersehbar ist, weswegen nicht so viel Spannung aufgebaut werden kann, wie man hätte aufbauen können. Darüber hinaus ist offensichtlich, dass es sich bei der Story um einen, wenn auch einigermaßen soliden, Zusammenschnitt aus anderen Filmen handelt.
Der Film läuft, wie viele Streifen des Genres, recht langsam an, beginnt dann aber einen soliden Unterhaltungswert zu entwickeln, der zum Ende hin mehr und mehr gesteigert werden kann. Vor allem im Mittelteil gibt es keine großen Hollywood Effekte, sondern eher subtilen Grusel, der den Zuschauer konsequent fesseln kann. Das Finale ist dann sogar einigermaßen spannend, aber sehr vorhersehbar.
Das wichtigste am Film ist die düstere und bedrohliche Atmosphäre, die durch die Angst vor dem kleinen, beinahe unsichtbaren Feind hervorgerufen wird. Die solide Musik kann dies sehr gut unterstreichen.
Zwischendurch gibt es ein paar lustige Stellen, die den Unterhaltungswert vielleicht stellenweise heben, die aber die bedrohliche Atmosphäre und damit die Spannung ein wenig ausbremsen.
Jeff Daniels spielt die Hauptrolle ordentlich und trägt vor allem am Ende, wo er allein gegen die Spinnenkönigin kämpft, zur Erhaltung der Spannung bei. John Goodman spielt eine Nebenrolle als Kammerjäger, passt mit seiner humoristischen Darstellung jedoch nicht in den Film. Die übrigen Nebendarsteller sind gut.
Der Film ist alles in allem empfehlenswert, vor allem für Horror-Fans. Wer jedoch einen überaus spannenden Schocker, oder Blut und Gedärme erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Für Menschen mit Angst vor Spinnen ist Archanophobia auch eher weniger geeigent.
Zusammenfassend ist "Archanophobia" ein solider Horror-Film, der durch seine bedrohliche Atmosphäre und durch seinen guten Hauptdarsteller vor allem zum Ende hin Spannung aufbauen kann, aber leider durch seine maue Story zu vorhersehbar und flach ist.

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