Review


Inhalt:

Der Meister (Dick Wei) des "Poison"-Clans und des "Five venom house" ist sterbenskrank. Vor dem Tod offenbart er dem letzten seiner Schüler, Yang De (Chiang Sheng), dass er einst 5 Schüler in der Kampfkunst unterwies, und jeden diesen in einer anderen, speziellen Technik.
Diese Schüler waren einst Meng Tianxia "Die Echse", Gao Ji "Der Skorpion", Zhang Yiaotian "Der Tausendfüßler", Qi Dong "Die Schlange" und Liang Shen "Die Kröte"..., allesamt nach den giftigsten Tieren benannt.

Der Meister will, dass sein "Poison"-Clan ausgelöscht wird..., da viele seiner ehemaligen Schüler ein unehrenhaftes Leben führen. Deshalb soll Yang De diese 5 Schüler aufspüren..., die Unehrenhaften sollen liquidiert werden, mit den Ehrenhaften soll Yang De weitestgehend zusammenarbeiten, da er keine der 5 Kampftechiken 100%ig beherrscht, und im Kampf gegen die Unehrenhaften auf Hilfe angewiesen wäre!
Die Angelegenheit wird allerdings ohnehin nicht einfach, da alle 5 Schüler während ihrer Ausbildung Masken trugen, somit ihre Identität verborgen blieb, und diese Kämpfer sich auch untereinander nicht kennen.

Außerdem geht es noch um den Schatz des "Five venom house", der sich in der Hand eines Buchhalters befindet, welcher unerkannt in einer kleinen Stadt lebt. Diese Stadt ist dem Meister bekannt..., und da davon auszugehen ist, dass die ehemaligen Schüler hinter dem Schatz her sind, setzt Yang De in dieser Stadt seine Ermittlungen an. Und Yang De schleust  sich in diese Stadt unter der Tarnung eines herumstreunenden Bettlers ein...

In der Stadt..., dort sind He Yu (Kuo Chui aka Philip Kwok) und Ma (Sun Chien) als Beamte im Polizei-Dienst tätig..., und He ist befreundet mit dem agilen KungFu-Fighter Li Hao (Lo Mang).
In der Stadt leben zudem der roh-undurchsichtige Tan Shanhu (Lu Feng) und der edel auftretende Hong Wentong (Wai Pak), welcher auf den Richter der Stadt, Wang (Johnny Wang Lung Wei), erheblichen Einfluss ausübt! 
Als der Buchhalter Yuan (Ku Feng) mit seiner gesamten Familie brutal ermordet wird, ist die Stadt in Aufruhr, und Wang will die Angelegenheit schnellstmöglich klären.
Der Mörder wurde gesehen..., vom jungen Menfa (Lau Fong-Sai)... und es handelt sich um Tan Shanhu! Doch macht Hong Wentong seinen Einfluss geltend..., und Li Hao wird der Tat beschuldigt und grausam gefoltert...!

Im Dunstkreis all dieser Ereignisse bewegt sich Yang De..., und dieser versucht händeringend, hinter die Identität der 5 Schüler zu kommen und den Schatz zu erlangen...

Nach einigen grausigen Meuchelmorden klären sich scheinbar die Fronten, und ein mörderischer Show-Down ist absolut unausweichlich...!

Fazit:

Ausgezeichnet! Der Streifen "The five venoms", im Jahre 1978 vom Regie-Urgestein und God-Father des Hongkong-Kinos, Chang Cheh, für die Studios der Shaw Brothers in Szene gesetzt, ist ein spannender, durchdachter und relativ klug umgesetzter "Wer-ist-wer?"-KungFu-Eastern und markierte zudem einen Wendepunkt in der beruflichen Laufbahn des Regisseurs.

Chang Cheh..., er war das überregionale Zugpferd des Shaw-Studios, der mit seinen Filmen für Shaw das westliche Ausland eroberte..., dabei Darstellern wie Wang Yu, David Chiang, Ti Lung und seinem Lieblings-Protégé Alexander Fu Sheng zu internationalem Ruhm verhelfend. Jedoch stellte sich für Chang Cheh im Jahre 1978 die Situation hinsichtlich seiner bis dahin bevorzugten Darsteller wie folgt dar: Wang Yu hatte das Studio längst verlassen, das "Deadly duo" war zerstritten und David Chiang auf dem Absprung, Alexander Fu Sheng widmete sich anderen filmischen Feldern und Regisseuren wie Sun Chung und Lau Kar Leung zu.
Und so rekrutierte Chang Cheh aus ehemaligen Absolventen der "Peking opera school" sein neues Super-Gespann..., Darsteller die international als "The venoms" bekannt wurden.
Und der Streifen hier, "The five venoms" war denn sozusagen die Premiere für diese neuen Protagonisten Shaw´s und Protégés Chang Cheh´s...

Mit dem Streifen "The five venoms" gelang denn auch gleich ein überzeugendes Debut für Lo Mang, Sun Chien, Chiang Sheng, Wai Pak, Lu Feng und Kuo Chui (aka Philip Kwok) als Gespann, vorab hatten diese Schauspieler einzeln oder paarweise natürlich schon in einigen Filmen Chang Cheh´s Kamera-Erfahrung tanken dürfen.
Es ist ein durchdachter und mit einer stringent ausgearbeiteten Storyline versehener Eastern..., der seine Spannung daraus bezieht, wer steht auf Seiten der Guten, wer auf Seiten der Bösen..., wer besitzt welche Identität, und werden diese Fragestellungen von demjenigen, der den letzten Wunsch eines verbitterten, sterbenden Meisters erfüllen will, entschlüsselt?

Chiang Sheng steht im Film vor diesen Fragestellungen, der Zuschauer denkt gleichfalls mit..., wer steckt hinter welcher Maske..., gleichwohl gibt uns Onkel Cheh rechtzeitig wichtige Tips, sodass das ganze auch nicht verworren ist, und den Betrachter somit auch nicht überfordert. Die Twists sind da, aber dezent gesetzt und ein zu findender Schatz setzt einen weiteren Bezugspunkt..., Spannung und Komplexität sind allemal da, und man kann sich letztendlich bis zum Schluss nicht sicher sein, ob sich herauskristallisierende Bündnisse Bestand haben.

Darüber hinaus ist es Chang Cheh aber auch gelungen, jeder seiner Figuren in diesem Streifen einen persönlichen Character zu verleihen. Die Motivationen der Protagonisten sind unterschiedlich, manche sind Einzelgänger, andere verbünden sich scheinbar..., und jeder hat seinen eigenen KungFu-Kampfstil.
Die Venoms..., sie waren erst in zweiter Linie Schauspieler..., und in erster Linie KungFu-Fighter. Dies durchzog alle ihre Filme..., gleichwohl boten sie hier in "The five venoms" auch gute Darstellungen. Chiang Sheng ist als letzter, ermittelnder Schüler Dreh- und Angelpunkt, Sun Chien und Kuo Chui sind Constables und agieren soweit gekonnt, Lu Feng im roten Lack-Dress ist roh und bärbeißig, Wai Pak edel gewandet und undurchsichtig im Character..., Lo Mang muskelbepackt und leicht sensibel. Alle stellen dies gut dar..., und sie sind agile KungFu-Kämpfer, wem sag ich das?
Johnny Wang Lung Wei agiert in einer Nebenrolle als leicht beeinflussbarer, schwacher Richter..., und Shaw-Haudegen Ku Feng ist mit einem kurzen Auftritt Gast-Star dieses Streifens.

Die Action..., das sind dynamische, intensive KungFu-Fights..., etwas rar gesät..., doch rasant und mit Akrobatik und Tricks (vor allem die Gecko-Technik "immer an der Wand lang") versehen. Man hätte mehr davon gewünscht, die verschiedenen Kampfstile noch mehr in den Focus rücken können..., doch gerade der starke Show-Down kann hier versöhnen.
Die Fights sind solide, dynamisch und technisch kompetent..., aber wie erwähnt etwas rar..., das versucht Chang Cheh durch grausige Meuchelmorde und Folter auszugleichen. Lo Mang muss in einen Sarkophag der im Inneren hunderte spitze Nadeln beherbergt..., und er wird mit einem glühenden Eisen traktiert. Andere werden mit einem gezielten Stich in den Rachen oder durch die Nase ins Gehirn brutal getötet..., Chang Cheh ist da bekanntlich nicht zimperlich.

"The five venoms"..., leitete eine neue Ära ein..., weniger für das Studio als für Chang Cheh. Die Zeiten einarmiger Rächer, der Jugend-Dramen, der Schwert-Epen und Streetfights des "Deadly duo", die Shaolin-Zyklen und Vehikel für Alexander Fu Sheng..., sie waren vorbei. Die Filme mit ausgefeiltem, reellem KungFu und absoluter Körperbeherrschung, dargeboten von Chang Cheh´s damals neuer Super-Riege..., sie nahm mit "The five venoms" ihren Anfang.
Ich gebe dem Film excelente 8/10 Punkte...

Kommt Ihnen, die Sie das lesen alles bekannt vor? Dann haben Sie es auf einer anderen website, die sich eingehender mit der Thematik befasste schon einmal gelesen. Nun, bei dieser website gehen heute Nacht die Lichter aus..., aber ICH bin immer noch da! Aber ich habe damit abgeschlossen. Meine Berichte lesen Sie nunmehr hier auf dieser website... 

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