Von einem oscarprämierten Drama kann man weitaus mehr erwarten.
Ein wirklich tiefes Drama ist hier nicht gelungen, auch ist von Subtilität keine Spur. Im Gegenteil wird der Film zeitweise von Kitsch durschschnitten.Damit meine ich z.B. Precious Vorstellungen,wann immer es ihr schlecht geht. z.B sprechen Fotos zu Ihr oder sie steht auf einer Bühne und alle jubeln ihr zu. Das war ein wenig zu viel Holzhammervermittlung.
Bis auf das "Endgespräch(Monolg)" mit Mutter, Tochter und der Sozialarbeiterin birgt der Film weitesgehend nur Oberflächlichkeiten.
Das ist auch das Hauptproblem, warum der Film einen nicht ergreift.
Eine beschissene Kindheit, ein schlechtes Umfeld usw es sind alles Storyelemente dies es zu hauf gibt und gebeben hat. Einfach mal noch eins draufzusetzten (HIV,2 Kinder) reicht nicht aus um dem Charakteren mehr Tiefe zu geben.
Auch ist deren Entwicklung gerade an den spannenden Wendepunkten oftmals nicht geziegt. EIne Klasse die sich zuerst hasst und dann später doch homogen ist.Alle rennen zur Precious ins Krankenhaus. Sind sie nun Freundinnen oder nicht?Die anderen Klassenkameradinnen sind nur Beiwerk.Eine Entwicklung von Freundschaft wird hier nicht aufgeziegt.Obwohl das ein wichtiger Kritikpunkt an Precoius Leben darstellt in dem sie selbst äußert ,sie habe keine Freudin-niemand der sie liebt. Auch die "Einsicht" der Mutter kommt völlig unerwartet und man fragt sich zurecht warum gerade jetzt.
Durch die gesamte oberflächliche Zeichnung hat der Film viele Länge in denen nicht entscheidendes passiert. Dramatik kommt nicht wirklich auf.
Die Schauspielerische Leistung ist gut- die von der Mutter eindeutig besser.
Schwaches Drama
5 von 10 Punkten