Für die offizielle Forsetzung von Ong Bak hat man in Thailand keine Kosten und Mühen gescheut und ziemlich viel finanzielle Mittel in den Film gepumpt.
Dafür durfte Tony Jaa auch auf dem Regiestuhl Platz nehmen, was ihm aber immer nicht gut bekommen ist. So hört man, dass Jaa zwei Monate komplett vom Set verschwunden war, weil ihm alles über den Kopf stieg.
Das hat dem Film letztlich aber nicht geschadet, denn das Endprodukt kann sich sehen lassen.
Die Story ist nicht sonderlich originell. Die Geschichte spielt im Thailand des 15. Jahrhundert. Die Figur des Tony Jaa muss mit ansehen, wie seine Eltern ermordet werden. Er wird Sklavenhändlern gefangengenommen, wird aber von einer gut organisierten Bande befreit und in verschiedenartigsten Kampfstilen unterrichtet und ausgebildet. Als Erwachsener ist er dann ein perfekter Kampfkünstler und soll alsbald das Erbe des Anführers übernehmen.
Dieser spürt allerdings, dass sein Herz solange nicht zur Ruhe kommen wird, bevor er sich an all seinen Peinigern gerächt hat.
Man merkt dem Film deutlich die hohen Produktionskosten an, die Optik, Kameraeinstellungen etc. sind allesamt hochwertig. Und wenn Jaa seinen Rachefeldzug startet, wird dem Zuschauer Kampfkunst auf höchstem Niveau geboten. Wenn Jaa seinen Rachefeldzug startet, wird fast alles geboten, was das Kampfsportlerherz höher schlagen lässt.
Aikido, WT, Kickboxen, Muay Thai, Kung-Fu, chinesische sowie japanische Schwert -und Stocktechniken, auch indische Kampfkunst etc. habe ich ausmachen können. Das Repertoire des Tony Jaa ist schier unerschöpflich. Die Kampfchoreographien sind perfekt inszeniert und lassen keine Wünsche offen. Der Härtegrad siedelt sich im oberen Drittel an
und Knochen brechen hart und Kehlen werden oft zerschnitten. Nicht umsonst bekam der Film von der FSK eine 18-er Einstufung.
Nach Fearless bislang das beste, was ich in der letzten Zeit im Rahmen des Kampfsportfilms zu sehen bekam.
Das Drehbuch holpert und stolpert allerdings noch ein wenig. Zu konfus sind die Zeitsprünge und die Handlungsstränge in Szene gesetzt. Löblich fand ich auch die Idee, sich für andere Segmente Zeit zu nehmen. So kommen wir in den Genuss eines anmütigen Barong-Tanzes und Jaa darf mit einem Maskentanz brillieren. Diese Szenen sind wirklich schön anzzusehen und können durchaus überzeugen. Auch der Kampf rund und um einen Elefanten fand ich höchst inspirierend.
Für mich bislang der beste thailändische Film, den ich gesehen habe. Man merkt kaum einen Unterschied zu gleich angesiedelten Hollywood-Produktionen. Vergleiche ich diesen Film mit älteren Bruce Lee Filmchen (Sorry, die geneigte Fangemeinde wird mich sicherlich steinigen wollen), so sehen diese im Vergleich mit Ong Bak 2 ziemlich alt aus.
Man sollte schon kampfsportinteressiert sein, um den Film zu geniessen, aber auch Nichtinteressierte können mal einen Blick riskieren.