Nocolas Winding Refn ist genial. Mit den Pusher Filmen hat er da hingeguckt, wo andere weggucken. Bei Bronson ist er sehr sehr weit gegangen. Dieser Film polarisiert.
Jede Sekunde zieht einen in den Bann. Wie ein Unfall. Refn zitiert, kopiert geradezu Stanley Kubricks Stil und es gelingt ihm eine Hommage, ohne dabei an eigener Kreativität oder Kongenialität an Qualität zu verlieren ! Kongenial, weil dieser Film genauso fesselt und stylistisch berauscht wie Kubricks CLOCKWORK ORANGE. Refn traut sich einen Film aus der Sicht eines Soziopathen zu drehen. Dass Tom Hardy keinen Oskar bekommen hat, ist nicht tragbar. Seine Version von Bronson ist genial. Mehr möchte ich zum Film nicht sagen weil sonst alles ein Spoiler wäre. Zum Film : nicht wörtlich nehmen, passieren lassen. Gewaltverherrlichung ist das nicht. Voyeuristisch ist keine der Gewaltszenen.
Der Film wird bestimmt von besoffenen Assies als "voll geil " empfunden. Aber wenn man diesen Beigeschmack bewertet, bräuchte man Natural Born Killers gar nicht gucken. Wenn man Legenden, Stilmittel oder Ideen kopiert, lehnt man sich weit aus dem Fenster. Fast alle, die dass machen, versagen und machen wütend, aber man sollte nicht voreingenommen urteilen.