Review

Wir haben ein Skelett zu rupfen

Brenners dritter Ösi-Krimi ist wieder ein Hit. Dieses Mal bewegt sich der ungewöhnliche Ermittler zwischen Knochenpulver, käuflicher wie echter Liebe und natürlich wieder einigen Leichen, in stickigen Kellern wie an der guten Landluft Österreichs…

Brenner ist Kult!

„Der Knochenmann“ liegt von den Brenner-Krimis nicht nur vom Titel her am nächsten an Hollywood-Thrillern - kann seinen dreckigen Ösi-Charme aber noch genug retten, um nicht zu Mainstream zu werden. Er war glaube ich auch der insgesamt erfolgreichste Film der Reihe, was seine Zugänglichkeit und Klasse noch unterstreicht. Ein Serienkiller-Whodunit. Ein kleiner, gefährlicher Urlaub für Brenner. Prostitution und Proleten. Nutten und Neid. Huren und Gulasch. „Der Knochenmann“ ist eiskalt und erbarmungslos. Brenner in Gefahr, Brenner ist ein Star, Brenner zahlt in bar. Schwarzhumorig, makaber, skurril. Wohl der Brenner, der am nächsten an's Horrorgenre herankommt. Hinterfotzig, eigen, hart. Weltschmerz trifft Genialität. Nicht ganz so gut wie „Silentium“ für meinen Geschmack - aber insgesamt liegen die vier Werke der Reihe sehr nah beisammen! 

Österreichs Finest

Fazit: der bisher hochwertigste und wohl zugänglichste Thriller rund um Brenner und seine kriminellen Kontrahenten… Nicht perfekt, aber für Fans des speziellen Schnüfflers ein weiterer Gourmethappen, stilecht serviert in einem Aschenbecher! 

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