Lange habe ich mich auf diesen Film gefreut, da er mir von vielen empfohlen wurde.
Zuerst mal bin ich Fan des schwarzen Kinos, vor allem von den Blaxploitation-Filmen und Ghetto Filmen à la "Menace II Society". Zweitens mag ich Musik für mein Leben und Hiphop hat hieran großen Bestandteil... also gute Voraussetzungen für einen guten Film?
Jein, es ist zwar ein guter Film, aber anders als ich ihn erwartet hätte.
Omar Epps, mittlerweile weltbekannt als Dr. Foreman, war hier noch relativ unbekannt.
Er spielt seine Rolle als Undercover Cop souverän, und zeigte damit seine schauspielerischen Qualitäten die er vorher in Komödien wie "Indianer von Cleveland" oder "Hiphop Hood" zeigen konnte.
Die Story ist relativ einfach:
Undercover-Bulle lässt sich in "Donnie-Brasco"-Marnier bei den örtlichen Drogen-Bossen einschleusen um sie hochgehen zu lassen.
Er weiss hierbei manchmal die Grenzen zwischen Cop und Gang-Mitglied zu setzen, was leider viel zu kurz behandelt wird.
LL Cool J als "God" spielt seine Rolle für einen HipHopper überraschend gut, was man auch in "Deep Blue Sea" beobachten kann.
Nia Long, bekannt aus "Boyz n tha Hood" oder "Big Mama's Haus" ist leider nur mit einer kleinen Rolle bedacht, genauso wie Stanley Tucci als Boss vom Undercover-Cop.
Der Film zeichnet sich durch eine realistische Erzählweise aus, man nimmt es der Story ab, dass sie auch in der Realität spielen könnte (was ja laut Einleitung auch so ist).
Der Cast ist gut, der Soundtrack (vorrangig von QB Finest, also Mobb Deep und Nas) passt zur Atmosphäre, und auch das Ende passt.
Das Haupt-Manko ist meiner Meinung nach die kurze Laufzeit, da man noch viele Erzählstränge hätte einbauen können, sowie die fehlende Action die man in einem Film, der in diesem Genre spielt erwarten kann.
Trotzdem ein überzeugender Film, der auf jeden Fall das Anschauen lohnt.