14 Jahre nach dem (überraschend guten) Vorgänger wird nun die Fortsetzung "Screamers - The hunting" präsentiert. Der Vorgänger punktete noch mit ordentlich Spannung, einigen guten Splatterszenen und vielen überraschenden Wendungen, allerdings lieferte er auch eine in sich geschloßene Handlung ab, so dass eine Fortsetzung nun doch ein wenig verwundert. Tatsächlich hat der Film zunächst abgesehen von den titelgebenden Screamers nicht viel mit dem Vorgänger gemein. Er beginnt mit mehreren Leuten die von den Screamers verfolgt und abgemetzelt werden. Bis auf einen der es schafft ein Notsignal abzusenden. Daraufhin wird von der Erde ein Rettungstrupp losgeschickt. Mit an Bord ist auch die Tochter von Hendrickson, dem Helden aus dem Vorgänger. Dies stellt allerdings auch die einzige weitere Verbindung zum ersten Teil dar. Der Rest sind austauschbare Figuren, die auch gar nicht großartig eingeführt werden und auch im weiteren Verlauf des Films kaum Profil gewinnen.
Außerdem wird noch beiläufig erwähnt das ein intergalaktischer Sturm aufzieht, der vermutlich den ganzen Planeten auslöschen wird. Daher muss die ganze Mission in nur 6 Tagen beendet werden. Dies birgt natürlich einiges an Spannungspotenzial, das allerdings so gut wie gar nicht ausgenutzt wird. Es wird zwar einige Male erwähnt das die Zeit knapp ist, aber so richtig interessieren tut das dann auch keinen. Außerdem sind die Strecken auf dem Planeten scheinbar in kürzester Zeit zu Fuss zu bewältigen, so dass eigentlich keiner Zeitdruck zu verspüren scheint. Es gibt noch weitere Szenen in dem der Film sein Potenzial zeigt, allerdings nicht ausnutzt. Etwa wenn eines der Crewmitglieder die Datenpläne von einem der Screamers zieht, weil das auf der Erde viel Geld bringen würde. Aber ich will hier auch nicht zuviel spoilern.
Der Splatterfaktor ist in dem Film hoch, höher noch als im Vorgänger, wodurch der Film in einigen Szenen wirklich gut zu unterhalten weiss. Allerdings sind das Einzelszenen. Ansonsten ärgert man sich über die teilweise dumme Verhaltensweise der Figuren, die Vorhersagbarkeit in der Story und die Logiklöcher. Spannung entsteht nur phasenweise, bleibt aber nie durchgängig. Die Story ist wie gesagt ziemlich vorhersehbar, vor allem wenn man den Vorgänger bereits kennt. Es gibt zwar ein paar Versuche von überraschenden Wendungen, aber im Gegensatz zum ersten Teil ahnt man schon vorher wie der Hase läuft. Eigentlich gibt es nur eine Szene die wirklich überrascht und das ist das bitterböse Ende. Das werde ich natürlich hier nicht verraten.
Die Musik ist nur Beiwerk, nichts was man weiter erwähnen muss. Atmosphäre wird hier kaum geschaffen. Und auch sonst ist der Film eigentlich zu belanglos um noch mehr Worte darüber zu verlieren.
Fazit: Eine Fortsetzung die eigentlich keiner braucht. Auf der einen Seite steht ein hoher Splatter und damit teilweise auch ordentlicher Unterhaltungsfaktor, sowie ein wirklich gutes Ende. Auf der anderen Seite gibt es viele Längen, nur blasse Figuren, vieles ist vorhersagbar und damit nicht wirklich spannend. Alles in allem aber noch 4/10 Punkte!