Fängt eigentlich ganz gut an, die Story an sich ist auch nicht unbedingt die Schlechteste, allerdings lässt der Film ab der Mitte ungefähr immer mehr nach. Steven Seagal spielt hier bestenfalls eine größere Nebenrolle, in der er zwar größtenteils routiniert und cool daherkommt, jedoch nicht vollends überzeugen kann. Seine Zeilen kann man an einer Hand abzählen, und von seinem ehemals guten Kampfstil sieht man hier überhaupt nichts mehr, denn er schwingt meist nur sein Schwert. Die anderen "Jäger" passen, so finde ich, nur bedingt ins Bild, da die beiden Frauen den ganzen Film über nur lustlos mitlaufen und nie wirklich ins Geschehen eingreifen.
Wie schon oben geschrieben, ist die Idee des Films ganz ordentlich, leider ist die Umsetzung so löchrig wie ein Schweizer Käse. Oftmals fragt man sich nur, warum die "Jäger" und die Überlebenden die ganze Zeit über durch dieses Krankenhaus eiern, mal zusammen, dann urplötzlich wieder getrennte Wege gehen, nur um anschließend, wie aus dem Nichts, wieder zusammen umherzuirren. Ein noch größeres Wirrwarr kann man gar nicht fabrizieren.
Auch die Tatsache, dass das Geschehen ab Mitte des Films nur noch eine Aneinanderreihung von Actionszenen und ein dauerndes Hin- und Herwechseln zwischen Krankenhaus und Armee-Stützpunkt darstellt, ist sehr nervig und zerstört den guten Anfang.
An der Action, die der Zuschauer geboten bekommt, gibt es nicht sehr viel auszusetzen, da sie größtenteils schön blutig, so wie es sich für einen "Zombiehorror-Actionstreifen" gehört, ist und auch an sich recht gut inszeniert ist, wenngleich man vom guten Seagal, gerade aus älteren Tagen, wesentlich Besseres gewöhnt ist. Gegen Ende gibt es dann leider ein paar sehr schlecht gemachte Explosionen zu "bestaunen" und ein, wie sollte es anders sein, "grandioses" Happy End.
Mit Sicherheit kein Meilenstein des "Horror" oder "Action"-genres, aber auch keine totale Gurke. "Against the Dark" darf sich in die Kategorie "unterhaltsame Durchschnittskost" einordnen und gehört zu den etwas besseren Werken des "Dicken", der in den letzten Jahren so einigen Mist produziert hat.
5 / 10