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Fast and Furious 4
Ich habe damals den Hype um den ersten Fast & Furious und vor allem Vin Diesel nicht wirklich verstanden. Den Film fand ich relativ belanglos, die Stunts okay, das Thema eher unspannend. Nach dem dritten Teil, ohne Vin Diesel und ohne Paul Walker, war die Serie dann am Ende, dachte ich. Die beiden Filme habe ich mir auch gar nicht erst angeschaut (mittlerweile nachgeholt, nix verpasst). Irgendwann fielen mir dann die Plakate zu „Fast and Furious Neues Modell Originalteile“ auf, mit dem die Serie mit Walker und Diesel quasi neu gestartet wurde. Weder der Hype, noch Dwayne Johnson noch Paul Walkers Tod haben mich dazu gebracht, wieder einzusteigen, aber irgendwann wurde ich dann doch neugierig. Der vierte Teil bewegt sich immer noch zum Großteil im Straßenrennenmilieu und bemüht sich sehr, das Familienthema des ersten Teils wieder aufzunehmen, Walker spielt dabei die Rolle des verlorenen Sohnes, der nach Hause zurückkehrt – erst in den Polizeidienst, dann Torettos Gang. Aufhänger ist dabei der Tod von Doms Freundin, die bei einem Undercovereinsatz gegen einen Drogendealer ums Leben gekommen ist. Besagter Dealer ist dann der Gegenspieler, der zur Strecke oder hinter Gitter gebracht werden muss. Der Film legt viel mehr Wert auf die klassische Hetzjagd als auf merkwürdige Autos, so dass auch die persönlichen Beziehungen bei mir viel besser funktionieren. Dazu kommen die hohen Schauwerte und die von Justin Lin gut in Szene gesetzte Action, die einen rundweg unterhaltsamen guten Actioner machen. Am Ende muss sich der verlorene Sohn für eine der beiden Familien entscheiden, während Dom im Vergleich zum ersten Teil eine entscheidende Entwicklung durchmacht. Die Entscheidung, von dem sehr begrenzten Thema schneller Boliden und Straßenrennen wegzugehen und eine gradliniege Actiongeschichte zu erzählen, zahlt sich aus. Ein gelungener Neustart.

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