Seit Anna von ihrem Mann betrogen wurde, ist ihre Gefühlswelt durcheinander; vom brachliegenden Sexualleben ganz zu schweigen. Neben der Arbeit in einem Auktionshaus zählt für sie nur noch Tochter Paula. Und dann tritt doch ein Kerl in ihr Leben: Volkswirt Gregor will die Bildersammlung seines Vaters verkaufen. Wann immer die beiden sich begegnen, passiert ein Unglück. Anna verliebt sich in Gregor; doch dann sieht sie ihn mit Frau und Tochter.
Bei den romantischen TV-Komödien kann man ja im Grunde sagen, wenn man eine gesehen hat, sieht man die meisten Elemente in der nächsten gleich wieder. Auch hier gilt es in 90 Minuten einen Weg durch Irrungen und Wendungen aufzutreiben um das schusselige Mauerblümchen und den selbstsicheren Geschäftsmann auf eine Linie zu bringen, damit am Ende auch fristgerecht die Bussis getauscht werden.
Eigentlich gilt es sogar zwei Herzen neu einzuparken, denn auch Annas 16-jähriger Tochter vom Schlage Bücherwurm sprießen die Hormone und schon gibt es zwei Mädels, die erst ihre Selbstzweifel überwinden müssen. Das ist jetzt nicht alles neu oder gar spektakulär und würde eher unbemerkt im Einheitsbrei dahinsiechen, allerdings gibt es doch zwei Sachen die diese Komödie recht sehenswert machen.
Die beiden Hauptdarsteller agieren sehr sympathisch und gelegentlich sogar ganz amüsant (gegenseitiges Kopf zusammenstoßen oder Fallenlassen von Gegenständen). Nur mit so Auszügen aus Opas alter Klamottenkiste tut man sich kaum einen Gefallen, oder lacht noch irgendjemand 60 Jahre nach dem Tod von Oliver Hardy über den Handschlag mit Superkleber. Aber auch Uwe Ochsenknecht nutzt als schwuler Assistent seine Lines und sorgt für die besten Sprüche.
Hier wird das Rad sicher nicht neu erfunden, aber das Date fürs Leben ist auch für Leute anschaubar, die sonst eher mit den Seagals, Lundgrens und Van Dammes unterwegs sind. Das ist auf jeden Fall schon mehr als ich über die meisten Films sonst in der Glotze sagen könnte.
6/10