Von Shrimps zu Schock
Ein Mann legt sich mit der Gang der Stadt an... und muss mit den tödlichen Konsequenzen leben. Bis er rot sieht und zur alles vernichtenden Gottesanbeterin wird, die Hunger auf Menschenfelisch bekommt und scheinbar den Super Mario-Unsterblichkeitsstern gefressen hat! "Thundering Mantis" ist ein Eastern, der einen wirklich überrascht. Selbst Pros auf dem Martial Arts-Gebiet. Denn die erste Hälfte ist purer, hirnloser und leichter Slapstick, wie man ihn in den nervigsten Eastern zu Genüge gesehen hat, durchzogen mit ein paar lockeren Fights. Doch dann kommt das letzte Drittel... und auf einmal bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Oder es entwickelt sich hysterisch zu einem "WTF?!". Zuerst Klamauk dann blutigster Radau - ein Knochenbrecher sieht rot. Es wird gefoltert, vor Kindern kein Halt gemacht, in Muskeln gebissen, Gliedmassen werden um ihre eigene Achse gedreht und unser amoklaufender Held scheint vollkommen den Killer-God-Mode erreicht zu haben. Selten galt mehr: das muss man sehen, um es zu glauben! Erst recht nach der banalen ersten Halbzeit...
Was soll man zu "Donnerfaust und Tigerkralle" schreiben, das sich nicht auf die letzte halbe Stunde bezieht? Nichts. Genau. Deswegen direkt zum ultimativen Ausraster-Schlachtfest. Die Bösen haben es verdient, gehen bis dato äußerst rabiat vor und haben auch noch Spaß am Quälen und Töten. Doch wie sie dann niedergemäht werden, damit hätten sie wohl selbst nicht gerechnet. Hier heißt es Geduld zeigen und dran bleiben: es lohnt sich! Starke, nahezu endlose Choreographien treffen auf die ultimative Rache, gemalt in rot. Der bärtige Gottesanbeter zieht alle Register und schert sich keinen Dreck mehr um die Lachmsukeln - es sei denn man kann sie aus dem Körper ziehen und frisch verzehen... Der Bruch in einem Film war selten heftiger. Wozu natürlich wie immer die deutsche (oder wahlweise ebenso englische) Synchro ihren Teil beiträgt. So drüber, dass man wieder voll dabei ist. Der Drunken Master für Arme ins Extrem getrieben. Wahnsinn!
Fazit: zuerst nicht ernst zu nehmen. Dann zwar immer noch nicht, aber das Finale ist schon ein brutaler Knochenbrecher, der fast aus dem Nichts kommt. Ein Eastern mit ADS. Lässt einen über 90 Minuten nicht los und sollte man mal erlebt haben... sei es nur auf Grund der Gottesanbeterin auf Speed im Showdown. Oppa Mantis Style!!!