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Im schon mäßigen Vorgänger konnte man zumindest Wes Craven zu einem kleinen Auftritt überreden, hier geben sich unter anderem Betsy Palmer (Freitag der 13., Blindkill) und Emmanuelle Vaugier (Far Cry, Saw II) die Ehre. Besser macht es diese unnötige Fortsetzung nicht, besonders da es weit bis in die zweite Halbzeit hinein dauert, bis der Holzkopf endlich richtig erwacht ist.
Mike Hawthorne (Gordon Currie) musste vor zwanzig Jahren mit ansehen, wie sein wahnnsinnig gewordener Vater seine Mutter ermordete. Nun will er dieses Erlebnis durch eine alte indianische Zeremonie loswerden. Diese hält er mit Freundin Peg (Stacy Grant) und seinen Freunden im abgelegenen Waldhaus seiner Großmutter (Betsy Palmer) ab. Doch der böse Geist seines toten Vaters ergreift Besitz von der Holzpuppe Morty und richtet ein Blutbad an. Für alle Beteiligten gibt es kein Entkommen.
Wenn schon die Geschichte totaler Quark ist, so sorgt immerhin der Mord an Mikes Mutter für ein bisschen Grusel. Doch ansonsten will es Chris Angel (Wishmaster 3 & 4) nicht gelingen, auch nur einen spannenden Moment aus "Die 13. Legende" zu kitzeln.

Dabei sind die Vorraussetzungen nicht aussichtslos, denn mit dem abgelegenen Waldhaus hätte man mit Hilfe eines besseren Scores durchaus eine gute Kulisse parat gehabt, doch man konzentriert sich lieber auf die oberflächlichen Figuren und Mike fällt alle fünf Minuten in Ohnmacht. Besonders die Streitereien zwischen Mike und Peg nagen schnell an den Nerven, das restliche pubertäre Gesindel ist leider keinen Deut besser und verplempert unsere Zeit mit dämlichen und unnützen Dialogen. Wäre da noch Mikes indianischer Freund Crow (Byron Chief-Moon) der die Holzpuppe Morty als Totem für die Zeremonie gebraucht. Doch dazu kommt es gar nicht, denn Morty wird vorher lebendig. Aber bis dahin hat man als Zuschauer längst abgeschaltet und auch das Treiben der überaus beweglichen Holzpuppe will nicht so recht interessieren. Der Bodycount bleibt sehr niedrig, denn der Großteil der Gruppe überlebt. Die wenigen Morde sind weder spektakulär noch blutig, da findet sich eine verstümmelte Leiche in einem Karton, einer wird von Morty aus dem Fenster gepfeffert und landet unsanft auf dem Boden, desweiteren wird eine aus der Gruppe in der Toilette ertränkt.

Statt der befreienden Zeremonie, rennt man nun in den eigens entworfenen (lächerlichen) Kostümen durch das große Haus. Morty taucht natürlich immer da auf, wo die jungen Leute sind, komischerweise kann er sich sogar unsichtbar machen. Aber die dummen Teenies machen es ihm auch leicht und trennen sich schön brav. Leider wird uns selbst ein ausuferndes Finale vorenthalten, denn Morty wird nach ein paar Konfrontationen einfach in die Luft gejagt und die Sache ist gegessen. Danach Friede, Freude, Eierkuchen und die Überlebenden haben auch noch ihre Ängste überwunden, na wenn das kein Happy End ist.
Die Leistungen der Darsteller sind insgesamt im unteren Durchschnittsbereich einzuordnen, ganz besonders das Junggemüse nervt.

Eine Legende wird dieser Film nicht, aufgrund der doofen Geschichte und der Unfähigkeit von Chris Angel. Bis ins letzte Drittel herrscht pure Langeweile, die wenigen Morde sind weder blutig noch spannend und die Darsteller können auch nicht überzeugen. In jedem Element belangloser Horrorfilm, selbst die Holzpuppe ist nicht echt, sondern aus Gummi.

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