Ich weiß nicht warum aber ich bin begeistert.
Als erstes muss ich einmal klarstellen dass ich Tom Cruise nur in den wenigsten Filmen austehen kann und sein Scientologygehabe mir tierisch auf den Sa** geht.
Zweitens kann ich Penelope Cruze nicht ausstehen.
Und drittens bin ich normal Liebesdramen gegenüber immer skeptisch eingestellt.
Also die besten Voraussetzungen für diesen Film.
Und trotz allem hat mich der Film von den Socken gehaut.
So wo fange ich an. Der Film beginnt mit dem Satz "Öffne die Augen" und (ohne zuviel zu verraten) er endet auch mit selbigen.
Der attraktive und wohlhabende Lebemann David Aames (Tom Cruise) hat fast alles was man sich wünschen kann. Er lebt vom Erbe seines Vaters und macht was er will. Seine Welt scheint der Perfektion nahe, als die bezaubernde Sofia (Penelope Cruz) in sein Leben tritt und er erstmals die wahre Liebe zu finden glaubt.
Doch ein Autounfall, der von seiner "Geliebten" (Cameron Diaz) provoziert wird, verändert Davids Leben. Sein Gesicht wird entstellt und im gleichen Maße in dem sich David immer mehr zurückzieht und er Probleme mit der Realität bekommt wird der Film komplexer und fängt an geschickt Relität und Fiction, Traum und Wirklichkeit zu verschmelzen.
Trotz der 130 min Laufzeit habe ich mich in keiner sec. gelangweil. Der Film war durch und durch genießbar wie ein delikater Wein.
Ein genialer Dialog folgt auf den nächsten. Und eine innovative Szene legt den Grundstein für die nächste.
Am Ende werden alle losen Fäden gepackt und scheinbar problemlos zusammengeführt und zurück bleibt ein angenehmes Gefühl.
Die Farben sind satt und passend. Die Kameraführung ruhig und gelassen.
Die Darsteller glänzen in ihren Rollen. Vor allem Tom Cruise als verzweifelter seelischer Krüpel und Kurt Russel als sein fast schon väterlicher Psychiater machen den Film zum Vergnügen.
Um nur eine von vielen guten Szenen zu nennen: David setzt sich komplett verzweifelt mit seinem entstellten Gesicht an die Bar und wird von dem Barmann zwar bedient aber nicht angesehen. Daraufhin schnautzt er ihn an und beschimpft ihn als Wixxer. Daraufhin schenkt der Barmann ein, lässt ihn austrinken und sagt" Das geht aufs Haus", "Warum?", "Darum Wixxer". Zusammen kippen sie einen Drink nach dem anderen hinunter. --> Ich kann gar nicht genau beschreiben was mir an der Szene so sehr gefällt aber sie hat was herzliches und gleichermaßen surreales. Einfach ansehen.
Ok was noch ??!!
Die Musik war toll und nie aufdringlich.
Jason Lee ist in seiner Nebenrolle sympatischer denn je und Cameron Diaz ist schön und gefährlich wie immer.