Review

In dem kleinen Örtchen Black Stone kommt es zu allerlei merkwürdigen Zwischenfällen. Menschen werden von Wespen zu Tode gestochen, stehen kurze Zeit später aber wieder auf und greifen nun ihrerseits die Bewohner des Städtchens an.

Alle Hände voll zu tun also für die Polizistin Jane, die gerade mit ihrer kleinen Tochter aus New York zurückgekehrt ist, um in ihrem Geburtsort etwas ruhiger zu leben. Mit der Hilfe ihrer Jugendliebe Devin versucht sie den Geschehnissen auf den Grund zu gehen und stößt bei den Ermittlungen auf einen mysteriösen Imker (Robert "Freddy" Englund), geheime Regierungsexperimente und schießwütige Militärs...

Das Alles ist ziemlicher Unfug, der mit zunehmender Spieldauer immer alberner wird und leider auch nicht auf der "Das ist so schlecht, dass es schon wieder gut ist"-Schiene funktioniert.
Der Ansatz, die Opfer der Wespen als eine Art Zombie wieder auferstehen zu lassen, ist zunächst ja wirklich ganz interessant, leider macht der Film sehr wenig daraus. Da laufen die Toten mit dicken Pestbeulen im Gesicht durch die Stadt, oder fahren noch mit dem Eiswagen durch die Gegend, aber niemand scheint das komisch zu finden. Leider wird auch nicht mal ansatzweise geklärt, welchen Sinn diese Auferstehungen eigentlich haben sollen. Es gibt sie halt, aber eigentlich sind sie für den Verlauf der Geschichte völlig irrelevant.
Ebenfalls voll daneben ist die Love-Story zwischen Jane und Devin. Diese ist nicht nur arg vorhersehbar, sondern phasenweise auch noch ziemlich unlogisch und gipfelt schließlich in einer hanebüchenden Enthüllung über den Vater von Janes Töchterchen Kelsey, die kaum schlechter konstruiert sein könnte und dem Zuschauer zum denkbar dümmsten Zeitpunkt präsentiert wird.
Der Regierungsexperimente-Handlungsstrang ist auch größtenteils logikfreie Zone, aber das ist  zu diesem Zeitpunkt  dann auch nicht mehr weiter wild.

Zugute halten kann man dem Ganzen aber, dass die Sache bei allem Unsinn wenigstens nie wirklich langweilig ist. Das Tempo wird recht hoch gehalten und die Wespenangriffe (die CGI-Tierchen sind ganz passabel, wenngleich man den Computer doch deutlich sieht) machen auch was her.
Die ganze Inszenierung ist okay und bewegt sich auf solidem TV-Tierhorror Niveau. Schauspielerisch sicher keine Offenbarung, aber das dürfte bei einer solchen Produktion und den Abziehbild-Charakteren auch niemand erwartet haben. Robert Englunds Figur (Elm Street Gag inklusive) ist noch die ungewöhnlichste, wird aber gegen Ende dann leider auch immer unlogischer.

Unter dem Strich bleibt der unausgegorene Story-Misch-Masch eines grottigen Drehbuchs, der phasenweise zwar recht kurzweilig ist, sich allerdings viel zu ernst nimmt, was angesichts der unsinnigen Geschichte dann ziemlich lächerlich wirkt. Manch einer mag die Chose als Trash-Fest feiern, für mich ist das zwar auch Müll, aber leider welcher der schon etwas länger liegt und anfängt komisch zu riechen. (3,5/10)

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