Von der Polizei nach einem Überfall verfolgt, wirft Reese Kubic seine Beute in einem Koffer auf einer Brücke aus dem Fenster. Diese landet auf Sams Wagen. Für ihn ist das wie ein Lottogewinn, welchen er für sich behält, obwohl er weiß, dass es sich bei den über 600.000 Dollar um gestohlenes Geld handelt. Während er das Geld mit seiner Frau Leslie mit vollen Händen für ein neues Auto, Möbel und Fernseher ausgibt, beauftragt Reese seinen Bruder Pyke, das Geld zurückzuholen.
Irgendwie ist das seltsam, Cash ist eigentlich ein todernster Thriller, aber dennoch hatte ich die ganze Zeit ein leichtes Grinsen im Gesicht. Vor allem liegt an Sean Beans Figur des Pyke, der zwar den unterkühlten und auch wenns sein muß kompromißlosen Gangster gibt, aber so wie Bean ihn hier anlegt, so irgendwo zwischen Beamter und Bilanzbuchhalter mit einem ziemlichen Zahlentick.
Das arme Pärchen, das er mit dem Rückzahlungswunsch der gefundenen Beute drangsaliert, muß jedenfalls auf Heller und Pfennig den kompletten Betrag auftreiben, was sich natürlich als schwierig erweist, wenn man zuvor die Kohle mit vollen Händen für neue Möbel, Auto etc. rausgeworfen hat und sich sogar die Mutter etwas vom Geld geborgt hat. Also müssen die gebeutelten Sam und Leslie sogar noch Überfälle starten, um die Differenz auszugleichen, die Pyke dank eines eingebauten Taschenrechners im Hirn, sofort auf den halben Cent genau ausrechnet.
Cash ist jetzt sicherlich kein großes Hollywood Kino, aber die Story weiß zu unterhalten. Zwar bleibt das junge Paar ein wenig blaß, dafür macht es mal wieder Spaß Sean Bean in einer Doppelrolle zu bewundern und auch die Story geht noch als recht originell durch, wenn auch nicht immer logisch durchdacht.
6/10