Review

Anfangsjahre

Die Krimiserie begleitet den Frankfurter Privatdetektiv Hermann Josef Matula, der in der Regel von den Mandanten eines befreundeten Rechtsanwalts engagiert wird. Sein Job ist es dann meist, unschuldig Inhaftierte zu befreien und die wahren Täter zu überführen. Matula leidet unter chronischem Geldmangel und wird auch gelegentlich festgenommen. Da er jedoch immer unschuldig ist, kommt er meist bald wieder frei.

Nach der Alte dürfte Ein Fall für zwei wohl die langlebigste deutsche Krimiserie im Vorabendprogram sein. In 30 Jahren und 300 Episoden durfte Privatschnüffler Claus Theo Gärtner alias Joseph Matula mit wechselnden Anwälten einige Fälle für deren jeweilige Mandanten in und um Frankfurt aufklären. Matula war dabei die große Konstante, der die komplette Serie durchzog (bis auf die handvoll Episoden die das ZDF 2014 mit neuer Besetzung als Nachklapp präsentierten).
Die Kompetenzen sind dabei klar gezogen. In Anlehnung an eine andere Serie könnte man das Prinzip durchaus als Duo mit zwei Fäusten bezeichnen. Anfangs war es Dieter Renz als Anwalt (mit dem lustigen Autokennzeichen F-DH xxx, was bei Günter Stracks Körperumfang als guter Gag durchgeht) der Matula für seine Klienten auf die Reise schickt. Dieser übernimmt dann die Arbeit fürs Grobe, ermittelt im Milieu und bekommt dafür oft genug Prügel ab.
Die Action dabei ist allerdings nicht übertrieben, aber als junger Steppke ist man leicht zu beeindrucken. Ich glaube Matula hab ich es zu verdanken, das ich später mit Billard spielen angefangen habe, denn selbst in seiner Mickerbude hat er mitten im Wohnbereich einen eigenen Tisch stehen. Beeindruckend aber auch immer die körperliche Verfassung des Darstellers. Ihm nimmt man den harten, drahtigen Schnüffler mühelos ab, der selbt nach 30 Jahren immer noch physisch topfit war. In den 80ern war die Serie sogar ein richtiger Straßenfeger mit regelmäßig über 10Mio Zuschauern (aber auch meist nur drei zur Verfügung stehenden Programmen), was sich inzwischen mehr als halbiert hat. Sie bot im Gegensatz zu Derrick und Konsorten aber immerhin so etwas wie eine Prise Action, litt aber darunter das sich das Angebot und die Konkurrenz aus den USA immer breiter machten und zumindest ich doch eher zu Magnum oder Knight Rider einschalteten. Bleiben solide 60 Minuten Krimi pro Folge, ein kerniger Held, aber ein etwas angestaubtes Konzept.
6/10

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