Creature-Features sind zur Abwechslung mal was Feines. Gepaart mit dem gern genommenen Survial-Horror sollte es doch für einen unterhaltsamen Abend reichen. Also „The Tribe“ in den DVD-Player und los geht es.
Story: Liz und ihre Freunde unternehmen einen kleinen Wochenendtrip mit einer Luxus-Yacht. Natürlich kommen sie von ihrem geplanten Kurs ab, laufen auf Grund und das Schiff kentert. Die Gruppe Twens findet sich nun auf einem kleinen Eiland wieder, welches allerdings ein Geheimnis birgt: Ein längst vergessener Stamm, welcher nach frischen Fleisch giert und sich aufmacht die Gruppe zu dezimieren.
Fängt „The Tribe“ noch recht atmosphärisch mit einer kleinen Rückblende an, so erfolgt schon bei der Einführung der Charaktere die erste Ernüchterung. So gibt es zwei unsympathische Schönlinge, einen nervenden Dicken und eine Blondine zum gut aussehen. Einzig allein die aus „Firefly“ bekannte Jewel Staite wirkt sympathisch und baut zum Zuschauer eine Bindung auf.
Bevor der Horror aber losbricht nimmt sich Regisseur Jorg Ihle noch Zeit für Liebesgeplänkel, Beziehungsstress, einen Heiratsantrag und bisschen Party. Doch dann verläuft die Story schnell in bekannte Bahnen und spannungsarm wird die Gruppe binnen weniger Minuten dezimiert bis nur noch Liz übrig als Einzige übrig ist und sich den Kreaturen im Alleingang entgegen tritt.
Die Effekte sind okay und fallen nicht besonders blutig und hart aus, weshalb die 16er Einstufung für den Film auch in Ordnung geht. Die Masken der Brut sind gelungen und machen mit ihrem an Menschenaffen angelegten Design schon was her.
Leider wirkt der Film an manchen Stellen unfreiwillig komisch, was vor allen an den oben genannten Dicken liegt, welcher nicht nur unglaublich unsympathisch wirkt, sondern darüber hinaus auch nervt und man wirklich hofft, dass er in den nächsten Minuten ins Gras beißt, was zum Glück auch passiert nachdem sich die Viecher mit ihm beschäftigt haben.
Mit einem besseren Cast, etwas besseren Effekten und einer gelungeneren Spannungskurve hätte aus „The Tribe“ ein durchaus passabler Survial-Horror werden können. Doch bis auf Jewel Staite, den passablen Effekten und den guten Masken hat der Film nicht viel zu bieten und ist auf der ganzen Linie durchschnittlich.