Auf der DVD-Hülle steht großspurig etwas von „Eine neue Dimension des Terrors“ – „Eine neue Dimension des Schnarchens“ wäre da weitaus passender gewesen, denn „The Tribe“ ist ein Langweiler oberster Kajüte, dessen eigentlich lächerliche 78 Minuten Spielzeit anmuten wie 178. Das liegt am völligen Verzicht auf eine interessante Geschichte, überraschende Wendungen oder intelligente Erklärungen. Stattdessen beobachtet man höchst belanglose Charaktere dabei, wie sie irgendeinen Unsinn quatschen und tun, bevor sie endlich auf einer idyllischen Insel stranden, um dort von irgendwelchen Affen verfolgt und massakriert zu werden. Wer hier jetzt aber auf blutige Effekte, gelungenes Creature Design oder beklemmende Atmosphäre setzt, wird maßlos enttäuscht. Die Viecher sehen aus wie die Ewoks und grunzen in erster Linie dumm rum. Über weite Strecken bekommt man weder sie noch ihre Greueltaten vernünftig zu sehen, stattdessen gibt’s nervige hektische Schnitte en masse, die anscheinend verschleiern sollen, dass man für richtige Effekte entweder keine Kohle oder keine Muße hatte. Atmosphärisch ist hier auch kein Blumentopf zu gewinnen, dafür wirkt das alles viel zu sehr wie aus einem Reiseprospekt – ohne dass die wuscheligen Viecher durch ihre Dezimierung von ein paar Vollidioten der Idylle wirklichen Horror und Terror entgegenzusetzen hätten. Im letzten Drittel wird zu allem Überfluss kein einziges Wort mehr geredet, und zwar ohne, dass stattdessen sonderlich viel Aufregendes passieren würde. Wem da nicht endgültig die Augen zufallen, der muss auf Koks sein. Hoffnungsloser Murks.