Die erste Tonverfilmmung von Bram Stoker´s Dracula, ist mittlerweile einer der Klassiker schlechthin. Unter der Regie von Tod Browning (Freaks) entstand ein filmmisches Meisterwerk. Vor allem die ersten 25 Minuten versprühen eine düstere und bedrohliche Horroratmosphäre. Vor allem die Szenen inTranssylvanien mit Dracula (Bela Lugosi) und seinen drei Bräuten bleiben einem nachhaltig in Erinnerung. Auch die imposanten Bilder und Locations die dort geboten werden, sind atemberaubend. Ich gebe zu das Bela Lugosi nicht mein Lieblingsdarsteller in der Rolle des Grafen Dracula ist, da bleibt für mich Hammers Legende Christopher Lee, für mich unerreicht. Aber Bela Lugosi ist der erste Dracula Darsteller der recht menschlich rüberkommt. Max Schreck in "Nosferatu - eine Symphonie des Grauens (Deutschland, 1922)" war ja doch gleich als untotes Monster zu erkennen, in dem deutschen Stummfilm. Aber auch Lugosi zeigt natürlich eine super Leistung, vor allem seine Szenen wo er mit seinen Augen, seine Opfer fixierte und befehle erteilte, waren mit der Kamera hervorragend eingefangen, da die Augenpartie ja auch noch extra beleuchtet wurden. Natürlich geht es hier blutleer zur Sache, aber beim Entstehungsjahr 1931 war das ja auch nicht anders zu erwarten. Neben Lugosi, sticht vor allem Dwight Frye (Frankenstein) hervor, als Renfield. Genial wie er den verrückt gewordenen Markler darstellt. Die anderen Darsteller waren ebenfalls recht gut, auch wenn das Duo Lugosi und Frye hier doch am überzeugensten zu nennen sind. Neben dieser Fassung, wurde am gleichen Set auch noch eine spanische Fassung gedreht, natürlich mit komplett anderen Darstellern. Wenn man das Ater vom Film betrachtet, ist es schon erstaunlich, was für ein exzellenten Film Browning hier geschaffen hat. Absolut sehenswert.