Review

Inhalt:

Der Makler Renfield (Dwight Frye) fährt den Warnungen der Dorfbewohner zum Trotz zum in einem abgelegenen Schloss in Transsylavanien lebenden Grafen Dracula (Bela Lugosi), um ihm den Kaufvertrag für für eine Behausung in England vorzulegen. Der Geschäftsmann verfällt nach den Geschehnissen auf dem Schloss dem Wahnsinn und wird zum treuen Diener des Grafen.
Gemeinsam brechen die beiden mit einem Schiff nach England auf, wo es Dracula besonders auf Familie Seward abgesehen hat.
Professor van Helsing durchschaut das blutige Geheimnis des Grafen und versucht mit Hilfe des Verlobten der "infizierten" Mina Seward, dem Blutsauger Einhalt zu gebieten.


Kritik:

Dies ist die allererste Tonverfilmung des Werkes von Bram Stoker um den Grafen Dracula. Zuvor tauchte der Blutsauger in den Stummfilmen "Draculas Tod" (Ungarn, 1921) und "Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (Deutschland, 1922) auf.

Die Verkörperung des Grafen durch Bela Lugosi prägte das zukünftige Bild Draculas wie kein anderes und zeigte ihn erstmals als eine Art menschliches Wesen, das durch seine Ausstrahlung eine besondere Wirkung auf Frauen (aber auch Männer) ausübte.

Da der Film aus dem Jahre 1931 stammt, wirken viele Horrorelemente aus heutiger Sicht betrachtet alles andere als gruselig. Dennoch überzeugt der Film durch seine imposanten Bilder (besonders die Anfangssequenz in Transsylvanien), die dichte Athmosphäre und natürlich die Präsenz des Grafen Dracula.

Auch dem Schauspieler Dwight Frye gelingt mit seiner Rolle des Renfield eine beachtliche Leistung. Seine Verwandlung in einen hörigen Diener Draculas, der immer mehr dem Wahnsinn verfällt, kommt äußerst glaubhaft rüber.

Leider schöpft der Film die in Bram Stokers Buch vorhandenen Potentiale nicht vollkommen aus, was zum einen an dem knappen Budget und zum anderen an den damligen strengen Zensurbestimmungen liegt.

Weiterer Schwachpunkt des Films ist die Kameraführung, die bei Kamerafahrten zu ruckelig ist und ansonsten durch lange Einstellungen zu statisch wird.

Interessanterweise wurde neben der amerikanischen Fassung nach den Dreharbeiten, die tagsüber stattfanden, am selben Set eine spanische Fassung mit anderen Schauspielern gedreht, welche nach der Meinung von Filmhistorikern als die gelungenere Verfilmung gilt.

Nichtdestotrotz bleibt Tod Brownings Dracula ein unverwüstlicher Klassiker, den jeder mal gesehen haben sollte.

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