5
Es ist entsetzlich schwierig, einen so alten Film angemessen zu bewerten, gerade wenn seine Bedeutung für das Genre so immens ist, er aber alles andere als gut gealtert ist und nahezu jegliche Wirkung im Laufe der Jahrzehnte eingebüßt hat. Bela Lugosi ist selbstverständlich ein so eleganter und eloquenter Dracula, wie stets behauptet wird. Und er versprüht ganz viel Charme und die Dekorateure gaben sich viel Mühe mit einigen der Sets gegeben, insbesondere mit dem halb verfallenen Schloss in den Karpaten. Andererseits wirkt so vieles so unfreiwillig komisch, so angestaubt und kraftlos. Der Graf darf niemals explizit zubeißen, ja besitzt nicht einmal Fangzähne in dieser Interpretation von Bram Stokers Roman! Bis auf Lugosi und den energischen Renfield-Darsteller macht so vieles einen narkotisierten Eindruck, was durch den Mangel an Musikuntermalung und die statische Kamera nur noch potenziert wird.
8
Der Klassiker von 1931 ist in meinen Augen einer der Besten Dracula-Verfilmungen überhaupt. Bela Lugosi spielt als blutsaugender Graf die Rolle seines Lebens und die 30er-Jahre Studioatmosphäre hat ihren ganz eigenen Charme. Absoluter Kult, den ein jeder Vampirfilm-Fan gesehen haben sollte. 8/10 Punkten
8
Trotz seines beträchtlichen Alters kann Tod Brownings "Dracula"-Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bram Stoker auch heute noch fesseln. Mal von den dullen Effekten abgesehen: Wenn Bela Lugosis Augen dämonisch leuchten, dann wirkt das auch heute noch, oder? Die unterhaltsame Inszenierung war Vorbild für viele spätere Genrefilme und wurde nur durch Terence Fishers "Dracula" mit Christopher Lee in der Titelrolle übertroffen. Fazit: Ein unanfechtbarer Klassiker.