"Arbeit ist selten in Schleswig-Holstein, die jungen Leute ziehen weg, so wie ich. Ein paar von denen, die nicht weg gegangen sind, werden durch Erbschaft gehalten, ein Haus, eine Praxis, eine Kanzlei, die anderen, die nichts haben, verkriechen sich. Über die, die nicht weg gegangen sind, wollte ich einen Film machen. Vielleicht auch einen Film über mich, wenn ich nicht weg gegangen wäre. Ein Film über das Glück, über das Salz in der Luft und den Moment des lauernden Stillstandes bis zum großen Aufbruch.
Die Dreharbeiten waren eine Reise an die Orte meiner Kindheit. Den Schauspielerinnen und Schauspielern sowie dem Team habe ich versucht, von meinen Empfindungen, Assoziationen und Erinnerungen zu erzählen. Der Film wirkt jetzt so echt, weil eigentlich nichts stimmt, die Wohnung, die Minicar-Zentrale, die Pizzeria wurden von der Ausstattung gebaut, nicht mal der Trödler sieht in Wirklichkeit so aus, und doch ist der Film sehr nah an meiner Wahrnehmung dieser Region und ihrer Menschen."