Review

Die Geschichte von „Seom – Die Insel“ wirkt auf den ersten Blick nicht gerade sonderlich beeindruckend und sie kommt im Film auch nicht wirklich perfekt rüber, aber das tritt angesichts der tollen Bilder schon fast in den Hintergrund.
Im allgemeinen hat die Geschichte auch nicht wirklich viel Platz um sich zu entwickeln. Gesprochen wird äußerst selten und auch Rückblenden oder derartiges sind eine absolute Ausnahme und offenbaren dann auch nicht unbedingt viel. Über Hintergründe der Personen lassen sich anhand des Films nur Vermutungen anstellen. Immer wieder ließt man das der junge Flüchtling Ex-Cop ist und einen Eifersuchtsmord begangen hat. Also das er einen Mord an einem Paar begangen hat sieht man im Film, aber ob der Mord aus Eifersucht passiert ist und ob er ein Polizist war, darüber konnte ich im Film nichts entdecken.
Und auch die Entscheidungen und Handlungen der Hauptpersonen kann ich manches mal nicht unbedingt nachvollziehen.
Ansonsten kann man dem Abschnitt der Geschichte die im Film gezeigt wird aber gut folgen (nur über das davor und danach erfährt mal halt nix) und die wird dann auch sehr schön rübergebracht.
Dominierend sind hier ruhige Bilder die meist aus einiger Distanz zu den handelnden Personen aufgenommen wurden, so das diese nur einen kleinen Teil des Bildes belegen und drum herum viel von der Umgebung zu sehen ist. Das gibt den Bildern irgendwie einen melancholischen und traurigen Touch der den ganzen Film über vorherrscht und einen die ganze Zeit über ahnen lässt das einen kein Happy End erwartet.
Dazu kommen immer mal wieder einige shocking-Szenen die des öfteren durch Tierquälerei erreicht werden und auch wenn hier nur „kleine“ Tiere wie Fische oder ein Vogel dran glauben müssen gehen die einem doch schon ganz schön nahe. Sie verfehlen damit zwar sicherlich nicht die beabsichtigte Wirkung, aber dennoch müssten sie nun nicht unbedingt sein. Wenn schon hätte man es ja auch mit ein paar Special Effects machen können, auch wenn’s halt teurer ist.
Besser sind dann schon die shocking-Szenen der Hauptcharaktere und allen voran deren jeweiliger Selbstmordversuch. Hier war man sich dann auch gut genug auf Effekte zurück zu greifen. ;)
Im großen und ganzen bleibt Seom ein ruhig und sehr schön erzähltes Drama mit tollen Bildern und wenig Dialogen, das zwar einige kleinere Probleme beim erzählen seiner Geschichte hat, aber auf jeden Fall sehenswert ist.

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