Was gibt es zu dem "Schocker" zu sagen ?
Langweilig und überflüssig. Warum ? Ganz einfach - sämtliche Handlung geschieht unmotiviert und hat nicht den geringsten Ansatz von Logik.
Worum geht es ? Eine kleine Flosskolonie auf einem See wird von einer stummen Schönheit betreut. Hier kommen Angler hin um tagelang ihrem Hobby zu frönen oder bestellen sich, weitab der eigenen Familie, ein paar Nutten, um mal die Sau rauszu lassen.
Aber auch Gauner und andere Kriminelle kommen hierher um sich zu vesrtecken - unter anderem auch ein Mörder.
Die stumme Schöne, die irgendwie strange Macken hat - beliefert, die Leute mit Nahrung, Angelzeugs, bestellt die Nutten und macht auch schon mal selber die Beine breit.
Nachts taucht sie umher und belästigt die Leute...(sticht auch mal mit dem Messer die Leute an usw.)
Ein Mörder auf der Flucht (warum und wieso diese Mann gemordet hat - bleibt offen...) ist das heimliche Begehren der stummen schönen. Zunächst sieht es so aus als, ob sie sich nicht für ihn interessiert - da aber der Mörder eine Beziehung mit einer Prostituierten anfängt, wird sie eiferüchtig und räumt alle aus dem Weg, die ihr und ihrem "Schwarm" gefährlich werden könnten...
Was wie ein intensiver Psycho Thriller klingt - ist eher eine Studie über einsame Menschen, die gehörig einen an der Waffel haben. Die dramatische Komponente, soll wohl anspruchsvoll sein, langweilt aber nur. Die Motive der Charaktere bleiben im Dunkel und selbst in der Beziehung zueinander bleiben die Positionen unklar. Man weiß nie wie die zwei zueinander stehen...
Shockierend und erotisch steht auf dem Cover - aber irgendwie wird Sex nicht erotisch dargestellt, sondern ist immer an Schmerz gekoppelt. Diverse Selbst - Verstümmelungsszenen geben den Zuschauer den Rest. Irgenwie konnte ich dies nicht als Unterhaltung gesehen. Und warum dann immer mit Nominierungen für Preise auf dem Cover geprahlt wird, ist wieder nur typische Werbestrategie.
Einzig die Kameraarbeit ist erwähnenswert und die Fährigkeit der Regisseurs Kim Ki-Duk aus minimalem Budget das optimale herauszuholen. Auch wenn ich mich inhaltlich mit dem Schaffen des Koreaners nicht anfreunden kann - so ist es handwerklich hervorragend inszeniert und gefilmt (man bedenke - es ist Low Budget!) - die Bilder sprechen für sich.
Wie immer ist ein solcher Film eine zwiespältige Angelegenheit - jeder muss für sich entscheiden, ob er sich auf Seom einlassen will oder nicht. Mir hat er nicht zugesagt!