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SEOM – Die Insel (2000). Solche Filme sind in letzter Zeit leider sehr selten geworden. Kim Ki-duk hat mit seinem Film ein kleines Meisterwerk erschaffen. SEOM erzählt einer sehr traurige und einfach nur schöne Liebesbeschichte. Der Film kommt fast ganz ohne überflüssige Spezialeffekte aus und ist phasenweise reine Poesie. Der Film handelt von Liebe, Leid und Schmerz, Zuneigung, Abneigung, Hass und Tod. Ständig wird der Zuschauer aufgefordert, an der Handlung teilzuhaben. Wer hier knallige Action und Unterhaltung erwartet, ist hier mit Sicherheit falsch. Doch alle Zuschauer, die noch nicht alle Gefühle verloren haben, werden begeistert sein. Keine billige Schnulze, sondern hier werden wahre Gefühle gezeigt.  Der Zuschauer kann sich ganz der Handlung hingeben. Der Film ist stellenweise sehr beruhigend, stellenweise allerdings auch recht brutal. In einige Szenen wird dem Zuschauer einiges abverlangt, doch Liebe kann sehr grausam sein. Eigentlich ist es unmöglich, hier die Handlung von SEOM zu erzählen. Diesen Streifen muss man einfach sehen und fühlen. SEOM ist allerbestes Erzählkino, was es leider in unserer heutigen Zeit  kaum noch gibt. Die Bilder und die Lokation sind mit Bedacht ausgewählt und sind einfach wunderbar. Die Darsteller, allen voran Seo Jeong und Kim Yoo-seok sind einfach Weltklasse. Die Regie ist hervorragend, wobei Kim Ki-duk sein ganzes Können unter Beweis stellt. Wer also, einen einfachen, gefühlvollen und soliden Liebesfilm sehen will, der kommt an SEOM nicht vorbei. Sicher einer der aufwühlendsten Streifen der letzten Jahre. Es ist zu bedauern, dass dieser Film nie längere Zeit in den Kinos lief, da hier seine Wirkung noch viel größer und bedrückender ist. SEOM – einer der besten Filme aus Südkorea der letzten Jahre. © Flatterhans

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