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Wenn auf Parties mal wieder das ewig schöne Thema über TV-Serien und Filme, die die eigene Kindheit geprägt haben, aufkommt, dann komme nicht nur ich an „Ghostbusters“ nicht vorbei. Auch wenn schon einige Jahre seit der Kino-Auswertung des ersten Teils ins Land gegangen waren: als Kind der 80er war man schon fast dazu „gezwungen“ die Geschichten über Spengler, Venkman und Stantz gut zu finden, und auch heute geht von den Geisterjägern ein besonderer Charme aus, der es mir schwer macht, irgendwelche negativen Kritikpunkte an diesem Film auszumachen.

Denn dafür ist die Fantasy-Komödie rund um die drei Ghostbusters (Harold Ramis, Bill Murray und Dan Aykroyd), die kurz entschlossen eine Geisterjäger-Firma eröffnen und erst nach gehörigen Anlaufschwierigkeiten durch einen wahren Befall New Yorks von Geistern jeglicher Art zu Helden werden, die die ganze Stadt vor dem Untergang retten, einfach mit zuviel Wortwitz und herrlichen Effekten ausgestattet. Zwischen den drei Hauptdarstellern (, zu denen sich später noch Ernie Hudson als Winston Zeddmore dazugesellt,) stimmt einfach die Chemie: Bill Murray ist der draufgängerische Typ, der einfach nie die Klappe halten kann und auch in der größten Gefahr noch einen lockeren Spruch auf den Lippen hat; Harold Ramis ist das absolute Gegenstück zu Murray, er scheint die Situation jederzeit unter Kontrolle zu haben, geht die Probleme meist auf wissenschaftliche Art an und kann dennoch einige Male vor allen Dingen durch Situationskomik und seinen herrlich trockenen Humor glänzen. Dan Aykroyd findet sich irgendwo zwischen seinen beiden Kompagnons ein, er ist der eher zurückhaltende, ja schon fast zu schüchterne Stantz, der immer wieder durch seine etwas vertrottelte Art für Lacher sorgt. Damit waren drei herausragende Comedians der 80er Jahre auf der Leinwand vereint, zu denen sich mit Rick Moranis ein weiterer gesellte, der jedoch nur dadurch auffällt, dass er das abruft, was ihn schon immer ausgemacht hat: doof gucken und hin und wieder hysterisch herumzappeln.

Und auch das Drehbuch erscheint für eine Fantasy-Komödie extrem dicht und ausgewogen. Längen entstehen zu keinem Zeitpunkt, da sich witzige Dialoge und Schock-Effekte permanent die Klinke in die Hand geben. So kann man sich vollends den Geisterjägern hingeben und rundum sehr gut unterhalten werden. Der Ideenreichtum, den Regisseur Ivan Reitman und die Drehbuchautoren/Hauptdarsteller Harold Ramis und Dan Aykroyd hier an den Tag legen, scheint unermesslich gewesen zu sein.

Schon alleine der Marshmellow-Mann versetzt mich noch heute jedes Mal in regelrechtes Verzücken, da werden Erinnerungen wach an die gute alte Zeit, als die Motive der Ghostbusters noch die Wände meines Kinderzimmers zierten. Für mich sind die „Ghostbusters“ noch immer das Non-Plus-Ultra der Fantasy-Comedy und werden es wohl auch noch einige Zeit bleiben. Ein Film, der Jung und Alt gleichermaßen fesseln kann und der auch heute noch immer mal wieder in meinem DVD-Player landet, hat nichts anderes verdient als die volle Punktzahl!

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