Ali ist eine sehr gelungene Zusammenfassung des Lebens von Cassius Clay alias Muhammad Ali. Der Film zeigt zwar nur die größten und filmreifsten Probleme, die Clay in seiner Karriere durchlebte, diese aber dafür sehr eindrucksvoll und gut. Anfangs etwas langatmig, so kam es mir vor, doch nach einiger Zeit vertieft man sich in das Leben Ali's, so dass man sich selbst irgendwann dabei ertappt, völlig gebannt von dem Film zu sein. Ich kannte die Biografie von Clay zuvor schon, doch ich fand sie sehr gut aufbereitet. Will Smith als zwar nicht ähnlicher, aber sehr glaubwürdiger Ali in seinem Element: Sprüche klopfen, und das nicht zu wenig. Das ist die Sache, die mir etwas fehlte in diesem Film: Warum hatte Clay diese "Macke", dauernd, und wirklich dauernd, solche Sprüche zu reißen? Kam das aus seiner Jugend? Oder wie? So saß ich davor, bis ich schließlich merkte, dass meine Hauptfrage auch in diesem Film nicht geklärt werden würde.
Zum Ende des Films hin muss ich sagen kam mir alles so vor als wäre den Producern hinterher erst ein gewisses Zeitlimit eingefallen, auf einmal steht nicht der Mann Ali, sondern seine Kämpfe gegen Frasier und Foreman im Mittelpunkt, wobei sogar der Rückgewinn des Titels eben gegen Foreman etwas kurz kommt.
Zum Abschluss noch folgendes: Ich fand das Leben von Ali, soweit man es aus Biografien kennen kann, sehr interessant, habe auch einige Leitfäden übernommen, und schlicht diese tauchten im Film wieder auf. Deshalb erhielt dieses Werk von mir 9/10 Punkten