Endlich! Jim Carrey ist wieder da. Allerdings nicht als Grimassenschneider, sondern (nach "Truman-Show" und "Der Mondann") wieder in einer, Oscar-reifen, ernsten Rolle.
Zur Story: Peter Appleton (Jim Carrey), B-Movie-Autor aus Hollywood wird als angeblicher Kommunist gejagt. Nach einem Unfall, hat er sein Gedächtnis verloren. Als er in einem kleinen Dorf, weit weg von Hollywood erwacht, wird er für den verlorenen Sohn der Gemeinde gehalten. Sein angeblicher Vater (beeindruckend: Martin Landau) und er bauen das brüchige Kino des Dorfes wieder auf und alle sind froh. Doch langsam kehrt Peters Gedächtnis zurück und auch die Kommunisten-Jäger sind ihm schon auf der Spur.
"The Majestic" ist ein großartiger, leider gefloppter, Film mit grandiosen Schauspielern, schöner Musik und toller Story! Jim Carrey, spielt den gedächtnislosen Mann mit so einer Intensivität, das er es bereits zum dritten Mal verdient hätte, endlich einen Oscar zu gewinnen! Aber auch Martin Landau und die anderen Darsteller brauchen sich nicht zu verstecken!
Der Film ist trotz seiner beachtlichen Länge von 152 Min keine Sekunde zulang geraten! Regisseur Frank Darabont hat eine wundervolle "Heile Welt"-Fantasie geschaffen, die (fast) perfekt ist. Eine Hommage an das Kino und ein schönes Märchen zugleich.
Warum allerdings die politische Geschichte drumherum gesponnen wurde, ist mir ein Rätsel. Was soll das? Hätte man Das nicht anders lösen können? Ein Unfall passiert allemal, egal ob man nun gejagt wird oder nicht. Und das Zurückkommen von Appletons Gedächtnis ist "dramatisch" genug. Da hätte man den politischen Teil, der den Film ungemein stört, ruhig sein lassen können. Na ja, aber das ist glücklicherweise schon das Einzige was stört!
Fazit: Ein großartiger (langer) Film, mit grandiosen Schauspielern, toller Story und schönen Fantasien. Das politische Drumherum, stört allerdings gewaltig!
WERTUNG: 8/10