Predictability: Does the flap of a butterfly's wings in Brazil set off a tornado in Texas? Diese These veranschaulicht den sogenannten Schmetterlingseffekt. Eine kleine Abweichung welche ein komplettes System vollständig und unvorhersehbar verändern kann. Auf dieser Theorie basieren die „Butterfly Effect“ Filme, welche mit „Butterfly Effect: Revelations“ nun in die dritte Runde gehen.
Story: Um der Polizei bei der Aufklärung von Morden zu helfen, benutz Sam Reid Zeitsprünge um die Identität der Mörder rauszubekommen. Irgendwann steht die Schwester seiner ermordeten Ex-Freundin vor der Tür und bittet Sam um Hilfe. Er soll die Zeitsprünge benutzen um den wahren Mörder zu ermitteln. Nach anfänglicher Weigerung beschließt er einen Sprung zu wagen um den Mord zu verhindern. Doch alles verläuft nicht nach Plan und Sam kreiert unfreiwillig einen Serienmörder: Den Pontiac-Killer. Besessen davon alles ungeschehen zu machen versucht er alles um den Killer zur Strecke zu bringen.
„The Butterfly Effect“ mit Ashton Kutcher avancierte schon nach dem ersten Gucken zu meinem absoluten Lieblingsfilm und hatte mich von der ersten Sekunde an gefesselt. Auch das erste Sequel wusste zu gefallen, obwohl es die Story des ersten Teils ein weiteres Mal abspulte und dabei ungleich konventioneller daherkam. „The Butterfly Effect 3: Revelations“ begeht wie man anhand der Story zu erkennen kann ganz neue Wege.
Zwar geht es auch hier um den Tod eines geliebten Menschen, aber das tritt eher in den Hintergrund. Primär geht es darum den Pontiac-Killer zu stoppen und die Killerhatz erweist sich als ungemein unterhaltsam und spannend. Erreicht dabei aber niemals die Klasse des ersten Teils, was in meinen Augen auch fast unmöglich ist. Chris Carmack spielt seine Rolle als Sam Reid sehr souverän und auch Rachel Miner als Sams Schwester Jenna liefert eine gute Performance ab.
Was den Film aber von seinen Vorgängern stark abhebt ist die dargestellte Gewalt. Zeigten die Vorgänger nur sporadisch Gewaltszenen, welche effektiv in die Story eingebunden wurden, so ist Teil 3 wesentlich gewalttätiger und blutiger. Denn wenn der Pontiac-Killer mit seiner Handkreissäge auf seine Opfer losgeht färbt sich der komplette Bildschirm binnen weniger Sekunden blutrot und dürften dem Film hierzulande eine 18er Freigabe einbringen.
Schon bei Ankündigung des Filmes haben die Macher verlauten lassen, dass sie „Revelations“ auf ein neues Level des Wahnsinns bringen wollen, was ihnen auch weitestgehend gelungen ist. Besonders die Auflösung kommt sehr abgefuckt daher und ist nicht einmal so leicht zu erraten gewesen. Sicher, „Butterfly Effect 3“ ist nicht perfekt geworden, bietet aber 80 Minuten gute Unterhaltung, mit akzeptablen Schauspielern und einigen brutalen Gewaltszenen.