Ein schwarzer Widerstandskämpfer, welcher 15 weiße Frauen vergewaltigt
und und ermordet hat, wird auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.
Einige Stunden später lernen wir eine etwas mollige, vollbusige Dame
kennen, die durch ein sogenanntes "Ouija Board" seinen Geist
wiedererweckt (aus Zufall versteht sich), welcher sich auch sogleich in
einer Bauchrednerpuppe manifestiert und das Herz der jungen "Schönheit"
(?) gewinnt. Sie lässt sogar ihren jetzigen Freund, einen weißen
Rapper, der von nichts einen Plan hat, sausen, um ganz allein für ihren
Puppen Freund da zu sein. Doch dem omnipotenten Schwarzen ist das nicht
genug, er will mehr weiße Bräute knallen, und somit zwingt er seine
Freundin ihre Freundinnen zu einer Party einzuladen. Dies geschieht
auch, und die schwarze Teufelspuppe macht sich daran alle zu vögeln und
umzubringen (die Reihenfolge variiert hierbei).
Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich (wie manche hier vielleicht
schon gemerkt haben) schon ein Freund des billigen Trash- und
Exploitationkinos bin. Ich mag Bethmann, Schnaas, Franco, Troma und
Konsorten, was heißen soll, dass ich nie einen Film nicht mögen würde,
weil er zu trashig oder sleazig ausgefallen ist, ganz im Gegenteil!
Deshalb war ich auch so gespannt auf diesen Film, da die Handlung
Trash, Exploitation und Fun verspricht. Die Ernüchterung kam dann
relativ schnell...
Die Handlung ist eigentlich richtig doof. Die ersten 6 Minuten gibts
den Ausgangspunkt, und dann passiert eigentlich nichts mehr. Meine
Inhaltsangabe vermittelt eigentlich mehr Inhalt als der Film selbst.
Aber viele werden wissen, dass es bei einem solchen Film nicht wirklich
aufs erzählerische Talent ankommt, hauptsache die anderen Attribute
stimmen.
Die Schauspieler sind unter aller Sau. Also wirklich aller unterste
Sohle. Man könnte meinen sie wären allesamt KOMPLETT vollgekifft, und
würden ihre Zeilen vom Fußboden ablesen, und hätten selbige zum ersten
Mal in ihrem Leben gesehen. Also sowas ist mir noch nie unter gekommen,
und ich, als Freund des Amateursplatters und vergleichbarem, bin da
wirklich extrem tolerant. Aber gegen diese Frauen ist jede x-beliebige
Pornodarstellerin ein wahrer Robert de Niro. Gut, man hat sich halt
gedacht: "Ok, sie können nicht schauspielen, aber wenigstens sehen sie
gut aus".
Wo wir auch schon beim nächsten Knackpunkt wären. Sexploitation Freunde
kommen auch nicht auf ihre Kosten. Die Frauen sind zwar allesamt mit
einer "Russ Meyer"-Oberweite ausgestattet, aber ich fand sie durch die
Bank weg eher unattraktiv. Das kommt zum einen davon, dass sie so
aufgespritzt sind, dass man denken könnte Michael Jackson wäre
auferstanden und hätte sich (vollends) umoperieren lassen, zum anderen
sind sie einfach nur Gesichtsgulasch. Gerade die Hauptdarstellerin ist
echt kein genetischer Volltreffer. Sex gibt es reichlich, aber es wird
nie schmuddelig; sexuelle Gewalt gibt es so gut wie garnicht (also auch
hier Enttäuschung für alle Sexploitation Freunde), und man sieht
ausschliesslich Brüste und Hintern, auf das Zeigen des
berühmt-berüchtigten "rosa Innenfutters" hat man, ganz im Sinne des
amerikanischen Sittenwächtertums, vollkommen verzichtet! Man kommt sich
irgendwie vor, als würde man die Sexy Sportclips in schlechter schaun,
oder gegebenenfalls so eine FSK 16 Erotik DVD aus dem 1 € Wühltisch,
oder halt einen VOX Porno, wobei alle diese 3 mehr zu bieten haben als
Black Devil Doll, was Erotik angeht.
Ein weiteres Manko ist die Puppe selbst. Klar, man wollte unbedingt
einen Sympathie-Träger, der coole Sprüche raushaut, und halt so ein
richtiger Bad Ass MoFo Nigga' ist, aber auch das ging GRÜNDLICH in die
Hose, denn diese ganze Hip Hop-Black Power Getue der hilflos animierten
Puppe nervt schon 3 Minuten nach seinem ersten auftritt, und wird
leider Gottes konsequent nerviger, je länger der Film (der ohne Abspann
auf stolze 63 Minuten kommt) voran schreitet. Ich konnte dieses Hip Hop
Gangsta Neger Getue schon in meiner frühsten Jugend nicht ab, und hier
ist die Chose so übersteigert dargestellt worden, dass selbst
eingefleischte Dirty South, G-Unit und wie sie alle heißen Fans an ihre
Grenzen stoßen könnten, denn wenn uns manche alte Troma Produktionen
eins gelehrt haben, so ist es, dass nichts peinlicher ist, als der
Versuch lustig zu sein, wenn man es nicht kann, und genau das ist hier
auch der Fall.
Spannung gibt es auch keine, Soundtrack ist scheisse, die 3 oder 4
Splatterszenen endbillig (die Sachen, die ich in der Mittelstufe im
Kunstunterricht gebastelt habe waren besser als die Effekte in diesem
Film) und außerdem kaum vorhanden, und ich hab schon ab der 20. Minute
gehofft, dass der Schund bald vorbei ist, was er ja dann auch war. Sad
but true, so interessant der Film auch tönt, er ist einfach ne Niete,
wenn ich mir 60 Minuten lang 0190 Werbungen angeguckt, und dabei Snoop
Dogg gehört hätte, hätte ich das selbe in besser gehabt, nur halt ohne
Mongo-Puppe.
Fazit: Sehr trauriger Film, und eine wahre Enttäuschung für mich, DVD
wird verkauft. Obwohl die Aufmachung sehr gelungen ist rate ich
eindeutig vom Kauf ab, am besten irgendwie mal in einen Webstream 20
Minuten reinschauen und gucken obs sich lohnt, denn unterhalten wird
man hier nicht. Der Film versucht zwar eklig, pervers, lustig und
anstößig zu sein, scheitert aber GNADENLOS, und nervt während er dies
tut ungemein.