Deutlich angelehnt an die Blaxploitation-Streifen der Siebziger, versucht ein schwarzer Jungregisseur auf Biegen und Brechen einen Kultstreifen zu kreieren, - da muss sich selbst ein Trash-Fan überlegen, ob er imstande ist, innerhalb der knappen Laufzeit von 72 Minuten soviel Fäkalhumor und Silikonmöpse verdauen zu können.
Obgleich die Grundidee zum Schmunzeln anregt: Trulli Heather ist gelangweilt, sie spielt mit einem Ouija-Board und erweckt den Geist eines hingerichteten Schwarzen, der dann in eine Puppe fährt.
Die darauf folgende Phase des Streifens ist herrlich grotesk, denn man verliebt sich, bömbelt und unternimmt völlig alltägliche Dinge, die verliebte Paare unternehmen, nur dass es sich eben um eine Afro-Puppe in Chucky-Größe handelt.
Dann schlägt der Ton jedoch um, als die Puppe Mubia Heathers Freundinnen nacheinander aufsucht, um sie zu killen und zu dönern (die Reihenfolge ist dem Wicht völlig egal).
Nichts gegen halbnackte Frauen, aber spätestens bei einem clipartigen Ausschnitt, in dem die üppigen Damen erst einmal minutenlang ein Auto waschen, dünkt einem, was da noch an inhaltlicher Leere breit getreten werden dürfte.
Das Vokabular ist durchweg auf dreckigstem Niveau und das Gespür für Pointen lässt deutlich zu wünschen übrig. Das mag als halbherzige Satire ans Genre für eine Weile funktionieren, denn die Darstellerinnen sind durch die Bank schlecht, der Score lässt ein angemessen dreckiges Black Exploitation-Feeling aufkommen und kleine visuelle Spielereien schaffen ein brauchbares Flair. Doch die allgemeine Ideenlosigkeit und der mangelnde Charme erinnert stark an die Filme der Regisseure Friedberg/Seltzer („Fantastic Movie“).
Immerhin geht man dabei so niveaulos zu Werke, dass in letzter Konsequenz zwar nicht alle Tabus gebrochen werden, aber einige. Somit kommt die Grundidee mit einer Puppe als Sympathieträger zu arbeiten erneut zur Geltung, denn, ohne Details zu spoilern: Der Streifen ist ein Männerfilm, in dem keine Frau gut weg kommt, aber durchweg recht freizügig gezeigt wird, was man von einem männlichen Hauptdarsteller hingegen nicht unbedingt sehen möchte.
Zudem gehen noch einige, wenn auch nicht sonderlich explizit dargestellte Morde auf das Konto der Potenzpuppe, die tricktechnisch brauchbar in Szene gesetzt ist.
Nur fehlt dem Ganzen der Dialogwitz, der Softsex-Anteil überwiegt zu stark und selbst für eingefleischte Trash-Freunde dürfte sich der eindimensionale Inhalt auf kurz oder lang abnutzen.
Von daher bleibt ein Minimum an Spannung, ein Maximum an Provokation, nur der Unterhaltungswert leidet doch merklich darunter.
3,5 von 10